Artikel von April 2019

2. April 2019 / Keine Kommentare

Welcome to Galapagos

               

Wie in Ecuador üblich kamen die angekündigten zehn „Mann“ mit gebührender Verspätung. Zwei Damen als Vertreter des Agenten, ein Herr der Nationalparkbehörde, zwei Taucher, zwei Beamte der Immigration, ein Beamter der Nationalpolizei, ein Herr vom Zoll, einer der Armada de Ecuador und zwei Damen von der Bio-Security, die sich über vom Erfolg unserer Fumigation überzeugen wollten und auch alles hinsichtlich Hygiene untersuchen.
Irgendwie hatten sie es alle ziemlich eilig, waren wir ja das erste von drei Schiffen, die heute ankamen und untersucht werden mussten. Daher mussten wir schnell für jedes Crewmitglied einen Einreisezettel ausfüllen, viermal muss übrigens auf jedem Zettel der Name stehen. Und unterschreiben, dass man hierher keine größeren Geldvorräte importiert. Die Pässe waren schnell gestempelt, der Motorraum inspiziert, unsere Mülltrennung mussten wir zeigen etc.
Das Unterwasserschiff wurde für gut befunden, wurde es ja nur wenige Stunden vorher gereinigt. Hat keine drei Minuten gedauert. Kostenpunkt für diese Hull-Inspection dennoch $50 pro Crewmitglied. Keine Ermäßigung für Kinder. Hmmm. Die beiden Damen, die sich die korrekte Einfuhr der Lebensmittel ansehen sollten, hat es offensichtlich gereicht, dass wir das Dokument mit den aufgelisteten Produkten, die nicht erlaubt, erlaubt oder unter bestimmten Bedingungen erlaubt sind, umfangreich bearbeitet hatten (einige Wörter nachgeschlagen und reingeschrieben) und ihnen ausgedruckt präsentieren konnten. Mit dem kleinen Handstaubsauger wollten sie dann noch Insekten in unseren Obst- und Gemüseschubladen einsaugen, sie war fast etwas enttäuscht, dass es nichts zu saugen gab. Nach Medikamenten wurden wir gar nicht gefragt. Wir hatten extra geschaut was schon abgelaufen ist und dies separat gestaut. So sind auch diese beiden Damen nicht viel später von Bord gegangen.
Sehr freundlich waren sie alle, unsere Bier- und Getränkevorräte wurden etwas reduziert und deren Stimmung sichtlich gebessert. Wir hatten uns sehr viele Bedenken, ob denn alles passen würde etc. Vieles wurde bei uns nicht kontrolliert. Ob wir einfach Glück hatten, die richtigen Leute Dienst hatten, wir mit den Schildern und Vorbereitungen so gut punkten konnten, dass sie sich sicher waren, dass der Rest auch ok sei? Keine Ahnung. Auf den beiden anderen Schiffen wurden auch Joghurtkulturen mit Nicken bestätigt und in deren Gefrierfächer wurde auch nicht geschaut. Die hätten auch sogar Rindfleisch drin gehabt. Wir haben extra alles so geplant, dass keine wertvollen Lebensmittel mehr hätten beanstandet werden können.

Am Abend waren wir noch auf einem kurzen Landgang um die zahlreichen Seelöwen aus der Nähe zu betrachten. Mit dem Wassertaxi. Das ist hier Pflicht, man dürfe nicht mit dem eigenen Dinghi zum Anleger fahren, höchstens zu anderen Schiffen. Als wir zurück auf die Alkyone wollten wurden wir jedoch enttäuscht. Es hieß bis Mitternacht würden sie fahren, um halb neun gab es jedoch schon keinen Taxiservice mehr. Zum Glück wurden Hansi und Tobias mit Magdalena von einem Lifeaboard-Dinghi (die dürfen wohl immer anlegen) mitgenommen und konnten den Rest der Crew und auch noch die Crews der Olena und Serenity mit auf deren Boote bringen.