10. April 2019 / Keine Kommentare

Kein guter Tag?

Die Wettervorhersagen hier stimmen, oder auch nicht. Eher letzteres. Wir hatten erst weniger Wind, als gedacht, dann flogen wir fast in Richtung San Cristobal. Fast hätten wir die Insel über den Haufen gefahren, waren wir doch über eine Stunde früher dran, als es noch mitten in der Nacht aussah.

Die Bucht vor der „Hauptstadt“ Puerto Villamil ist sehr voll. Wir sind das elfte Segelschiff, der Platz aber auch äußerst beschränkt. Olena und Serenity kamen vor uns rein und lagen schon vor Anker als wir reinkamen. Alle warten uns vor Steinen. Wir konnten uns zwischen zwei andere Schiffe, die kanadische Maple, die auch heute morgen hier ankam, und einem amerikanischen Schiff legen. Dann erfuhren wir den Grind der Hektik: die Olena hat einen Felsen berührt und einen nicht unerheblichen Schaden an einem Rumpf und am Ruder davongetragen. Mist.

Um unser Schiff begrüßte uns ein süßer kleiner Pinguin, der einen Schwarm winziger Fische jagte. Wir hatten so sehr gehofft den hier ansässigen Pinguine auch tatsächlich zu begegnen.

Am Nachmittag gingen die Mädels mit den drei Kindern der Olena auf Erkundungstour an Land. Den schönen Stelzenweg zur Concha de Perla. Auf dem Weg dorthin begegneten wir wieder einigen Seelöwen, weitaus weniger hier, als ins San Cristobal, dafür hier mehr von den schwarzen Meerechsen.

Die Stadt ist tatsächlich, wie in unserem Reiseführer schon steht: verschlafen. Und es scheint wirklich die Zeit stehen geblieben zu sein. Extrem ruhig, schon im Vergleich zu San Cristobal, wie muss dann erst der Kontrast zu Puerto Ayora sein?

Die Kinder genossen den schönen neu errichteten Spielplatz im Park und jammerten trotz des langen und langweiligen Weges nicht.

Am späten Abend wachten wir durch ein lautes Geräusch auf: alle Schiffe hatten sich gedreht, nur leider nicht gleichmäßig. Wir haben mit unserem Heck den Bug der Maple berührt. An unserem Heck zwei Stellen, wo der Lack ab ist. Wie viel der Kat abbekommen hat, wird das Tageslicht zeigen.
Kein guter Tag. Zum Glück ist nicht mehr passiert. Olena ist dicht. Ist ja auch schon eine gute Nachricht!

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