Artikel zum Schlagwort "Piriapolis"

14. Mai 2016 / Keine Kommentare

Zurück im Wasser

Geschafft, nach mehreren „Mañanas“ hat es die Alkyone zurück in ihr Element geschafft und das sogar an einem Freitag, dem 13ten. Dies wiederum hat verhindert, dass wir gestern ausgelaufen sind. Wobei das Wetter für einen Schlag nach Norden ohnehin ungeeignet ist und wir nur nach Punta del Este wollten, das haben wir heute morgen dann erledigt. Richtig los geht es dann morgen, da wollen wir dann ein ordentliches Tief satteln und versuchen zumindest ein Stück weit aus der Kälte zu kommen, geplant ist bis nach Florianopolis zu segeln.

Viele Grüße aus Punta del Este

HaGiWeJu

8. Mai 2016 / Keine Kommentare

Rio de la Plata

Gestern angekommen in Colonia de Sacramento, habe wir uns gleich in der Nacht auf den Weg gemacht nach Piriapolis, wo die Alkyone (möglichst schnell) einen neuen Unterwasseranstrich bekommen soll. Wie um diese Jahreszeit üblich kommt der Wind aus Osten und wir müssen motoren. Gott sei Dank sind es nur 4-5 Bft, das geht mit unseren Japanischen Freunden im Keller ja recht gut, die Welle ist auch nicht hoch, aber dafür recht kurz 🙁
Die Zeit in Colonia hat unsere Alkyone gut und unbeschadet überstanden, wenn man allerdings die Leinen anschaut, dann hat man das Gefühl, so ganz wohl war ihr (wie übrigens auch den Eignern) an diesem Platz nicht, jedenfalls war der Leinenverschleiß enorm, sieht fast so aus als wollte Alkyone so schnell wie möglich fort von dort. Diesen Gefallen habe wir ihr nun getan, wenngleich Colonia ein hübsches Städtchen ist und wir am Abend noch köstlich und recht günstig beim Asado waren.

es grüßt ab jetzt die „Brasilien-Crew“
Hansi und Gisi mit Werner und Jutta Rehberger

25. Februar 2016 / Keine Kommentare

FINISH

Südlichste Position der Reise: 65°14,8′ S 046°15,6′ W
–> Nach 31 übersegelten Breitengraden und 3257 zurückgelegten Seemeilen in 38 Tagen, davon 2200 unter Segeln ist unsere Reise von Ushuaia in die Antarktis und über Falkland und Uruguay/Piriapolis nach Buenos Aires nun leider schon zuende.

Seit dem wir den Rio de la Plata hoch segeln wurde das Wasser immer brauner und es gibt sehr viele frei schwimmende Wasserpflanzen hier, die die Häfen hier sogar dazu nötigen eine „Pflanzenschutzbarriere“ vor der Einfahrt zu installieren.
Es hat nun eine Außentemperatur von 36,7° und die Aircondition läuft.
Gestern abend haben wir Neptun mit dem guten Diplomatico-Rum dafür gedankt, dass er uns wohl behütet hat und wir alle inkl. Schiff gut am Ende dieser Reise angekommen sind.
Kurz darauf haben wir die Einfahrt zur Marina Barlovento gefunden und dort festgemacht.
Der heutige Tag wurde dazu genutzt um die Einreiseprozedur durchzuführen und um GROSSREINSCHIFF zu machen.

Liebe Grüße aus der Hitze
eure Putzkolonne

22. Februar 2016 / Keine Kommentare

Piriapolis

120 nm to go
Wind: 14 kn aus NO
COG: 295°, SOG: 6,0 kn
Wassertemperatur: 22,0°, Außentemperatur: 24,4°C, Innentemperatur: 24,8°C
Luftdruck: 1011,4 hPa
Besegelung: Groß ohne Reff, Rollklüver

Ankunft in Piriapolis um 8:45. Hans hat die Immigration geklärt und, dass er den Rumpfanstrich dort machen kann, wenn er zurück kommt, da es einen Kran gibt, der Kraft genug hat die 25-Tonnen-Alkyone in die Lüfte zu heben.
Die Crew hat die Pantry inkl. aller Vorräte aufgeklart und eine grobe Grundreinigung durchgeführt und hat sich danach einen Bummel an der Strandpromenade und am Strand durch das warme Wasser und ein Eis gegönnt.
Als spätes Mittagessen gab es um 16:30 Quiche! Ich habe schon den ganzen Törn darauf gewartet, dass es endlich Quiche gibt und ich wurde nicht enttäuscht – Saar hat mal wieder seine magischen Kochkünste bewiesen und eine 5-Sterne-Quiche gezaubert 🙂
Ablegen Piriapolis um 17:00. Dann wurde es etwas kitschig: mit Schmetterling (Groß an stb, Klüver an bb ausgebaumt) gegen die strahlende Sonne segelnd, hinter uns der Blick auf Piriapolis mit seinem langen Sandstrand und den hohen, grünen Bergen im Hintergrund, dazu „nothing else matters“ auf die Ohren und einen Weißwein mit Eiswürfeln in den Händen, Besuch von einem Seelöwen und fast hätten wir auch noch den Spi gesetzt aber das wäre dann Kitsch-Overload geworden 😀
Die Nachtwache ist sehr schön, da es endlich mal wieder was zu sehen gibt außer der weiten See (und zwar nicht nur Eisberge!). Gerade befindet sich Montevideo zu unserer rechten und strahlt uns mit seinen tausenden von Lichtern entgegen. Darüber befindet sich der (fast-) Vollmond und beleuchtet alles andere um uns herum. Das Kreuz des Südens und Orion sind wie immer auch klar zu sehen und natürlich auch alle anderen Sternenbilder, die die Südhalbkugel in diesen Breiten so zu bieten hat.
Wir werden voraussichtlich um 20:00 in Barlovento ankommen.

Die Antarktis-Falkland-Buenos Aires-Crew sendet ganz liebe Grüße

21. Februar 2016 / Keine Kommentare

1 Hai – 2 Fisch

50 nm to go Wind: 18 kn aus NO COG: 340, SOG: 6,0 kn Wassertemperatur: 21,5, Außentemperatur: 24,8C, Innentemperatur: 23,3C Luftdruck: 1014,3 hPa Besegelung: Groß im 3. Reff, Rollfock und Klüver etwas eingerollt.

Man merkt, dass wir uns den wärmeren Gefilden nähern! Tagsüber Wassertemperatur über 20°C – Auentemperatur 25°C – im Schiff über 30°C. Die Kleidung schwindet und die Eiswürfel in den Drinks werden mehr. Hansi und Saar haben kurz einen Hai neben dem Schiff beobachten können, dessen Rückenflosse sich wie im Film langsam durchs Wasser bewegt hat. Es sind zwei Fische an die Angel gegangen: wahrschienlich ein Thunfisch und ein Seebarsch. Beide waren klein genug, dass wir sie nicht ans Meer zurck gegeben haben –> DANKE Mutter Natur! Es wurden zwei nötige Duschen auf dem Achterdeck genommen, ein sonntäglicher Rotwein-Nutellakuchen gebacken und verspeist, ein Tanker verflucht, der unsinnigerweise glaubte vor unserem Bug herfahren zu müssen, in der Sonne gelegen, Sundowner getrunken und last but not least ein Teil des Thuns als Vorspeise roh mit Sojasauce und Wasabi gegessen und den Seebarsch mit Olivenöl, Salz, Pfeffer, Zwiebeln, Knoblauch und viel Liebe vom Kapitän (Zitat: Tuna is no Fish – today we eat a real fish!) im Ofen zubereitet und mit Weißwein verzehrt. Mmmhmmm! Morgen Früh werden wir voraussichtlich in Piriapolis ankommen und dank einer Plannäderung schon abends weiter nach Barlovento fahren (ca. 170 nm). Liebe Grüße von einer verschwitzten Crew eure Atlantikhaie

P.S.: gerade einen Adrenalinschub beim öffnen des Gefrierfaches gehabt, um Eiswürfel rauszuholen – komischer Gedanke beim Cocktails-von-der-Pantry-zum-Salontisch-transportieren und Gefrierfachöffnen Adrenalin zu spüren aber nicht, wenn ich dem Fisch in die Augen schaue, während er seinen letzten Atemzug tut und dabei pinkeln muss……. 

20. Februar 2016 / Keine Kommentare

Atmberaubender Sonnenuntergang

187 nm to go
Wind: 15 kn aus NO
COG: 000°, SOG: 4,0 kn
Wassertemperatur: 21,6°, Außentemperatur: 20,0°C
Luftdruck: 1015,3 hPa
Besegelung: underway using engine, Groß ohne Reff

Die kulinarische Verwöhnung lässt nicht nach:

  • Frühstück: French-Toast
  • Lunch-Snack: Melone mit Schinken + Brot und Käse
  • Dinner: Brokkolisuppe + Mousaca + Rotwein + zum Nachtisch eine sehr spezielle Fertigmischung aus Falkland inkl. Götterspeise, Vanillepudding und Streusel ala Hansi goes shopping without his glasses 😀

Anders als erwartet konnten wir die ganze Nacht segeln und mussten erst kurz vor dem Abendessen mangels Wind und wegen Windrichtung die Maschinen anwerfen. Der Himmel: strahlend blau; die Sonne: warm und freundlich; die Seevögel insbesondere Albatrosse: verlassen uns nicht; das Meer: seltsame Struktur am Abend, sieht aus wie animiert, als würde man durch eine ölige blaue Masse fahren; der Sonnenuntergang: atemberaubend, farbenfroh, intensiv; der Mond auf der anderen Seite des Großsegels: groß, rund, strahlend über dem pink, lila, blauen Horizont; der Sternenhimmel: klar und beleuchtet durch den hellen Mond.

Es ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl mit der Alkyone auf dem offenen Meer unterwegs zu sein. Man steht an Deck sieht sich um und außenherum ist NICHTS und doch ALLES. Mann kann nicht anders als tief einzuatmen und glücklich zu sein über… nun ja nichts und alles und alles dazwischen…….

Am Montag werden wir voraussichtlich in Piriapolis ankommen und am Mittwoch in Barlovento (Hafen bei Buenos Aires). Am Donnerstag ist Klarschiff angesagt und für Abends haben wir Heiner und Helly zum Thunfischessen eingeladen. Am Freitag um 17:00 gehen die Flüge für Markus und Hansi nach Paris.

Liebe Grüße von zufriedenen Seemännern mit vollen Bäuchen

1. Februar 2016 / Keine Kommentare

Gletscherwasser

Auch heute morgen konnte die Mehrheit der Crew ausschlafen. Der andere Teil hat Gletscherwasser gebunkert, da unserer Nachbar so freundlich war uns anzubieten seine Schlauchverbindung zu einem kleinen Tümpel mit Schmelzwasser zu benutzen. Hansi hat die Gelegenheit unseres guten Liegeplatzes genutzt und hat im Trockenanzug das Unterwasserschiff begutachtet. Er ist zu dem Schluss gekommen, dass in Piriapolis unbedingt etwas gemacht werden muss, da der Bewuchs wieder Überhand genommen hat. Jochen und Saar haben einen Ausflug mit dem Dinghi gemacht und beeindruckende Fotos u. a. von Eisberghöhlen geschossen. Um die Mittagszeit sind wir losgefahren. Im Moment segeln wir mit halbem Wind bei 20 kn. Wir werden voraussichtlich morgen früh in Deception Island ankommen. Dort können wir voraussichtlich in warmem Wasser baden, wenn wir uns am „Strand“ ein Loch graben. Ich bin sehr gespannt, ob das funktioniert.

Liebe Grüße eure Albatrosse