Artikel von 20. April 2019

20. April 2019 / Alkyone / n/a

Ruhetag vor Santa Cruz

       

Die letzten Tage waren wir immer auf Achse. Hier in der Stadt, dort der Eine, dort die Anderen. Nach dem Frühstück stand heute auch ein kurzer Besuch des Marktes an. Der richtig große Markt soll nur mit dem Taxi-Boat erreichbar sein, hinter der Stadt. Anfangen tut er wohl schon ab Mitternacht bis irgendwann morgens um sechs oder sieben. War uns dann doch zu viel und der kurze Besuch auf dem Markt vor ein paar Tagen hat uns auch gezeigt, dass uns das dortige Angebot völlig reicht. Billiger sei der andere Markt auch nicht.
Für ein paar Tage sind wir wieder mit frischem Obst und Gemüse versorgt. Am Tag unserer Abreise werden wir noch einmal frische Sachen holen müssen. Mittwoch wahrscheinlich.
Da Olena morgen fährt wollten unsere Kinder heute noch einmal auf die Olena und mit deren Kindern spielen. Noch einmal die Möglichkeit ausnutzen. Für die Kinder der Olena ist es auch für die nächsten Wochen, mindestens drei, bis sie auf Pitcairn sind, die letzte Chance mit anderen Kindern zu spielen. Die Jungs der Jajapami freuen sich sicher, dass sie wieder interessanter sind, wenn die gleichaltrigen Mädchen nicht mehr zum Spielen zur Verfügung stehen.
Auch noch einmal ein Kurzbesuch der Las Grietas stand für ein paar Kinder auf dem Programm.

Am Abend sind wir wieder mit dem Taxiboot in die Stadt gefahren um mit den Crews der Olena, Jajapami und Chanticleer zu essen. Ein Teil kam mit größerer Verspätung am Ufer an. Das Taxisystem hier in Santa Cruz ist zwar mit 30 Taxibooten scheinbar unendlich groß, allerdings reagieren sie beim Rufen nicht unbedingt. Teils wartet man 20 Minuten, ruft zig mal und schaut den Taxis zu, wie sie in weiter Entfernung von uns durch die Bucht dümpeln. Super. Dafür fahren sie hier rund um die Uhr, im Gegensatz zu San Cristobal.

19. April 2019 / Alkyone / n/a

Tauchausflug nach Isla Seymour

       

Geri hatte uns bereits angekündigt, dass er hier einen Tauchausflug für Hansi und Tobias organisieren würde. Leider kamen die zehn Leute nicht zusammen, wo es dann günstiger wäre, aber die drei Taucher der Jajapami und Hansi mit Tobias hatten heute dennoch einen schönen Tauchtag im Norden von Santa Cruz erleben dürfen. Versprochen waren eine große Anzahl an Haien. Dies wurde auch erfüllt. Einen Hammerhai haben sie gesehen, aber nach dem Tauchgang am Leon Dormido bzw. Kicker Rock bei San Cristobal war das nicht DAS Erlebnis. Dort waren sie ja kaum mehr zu zählen gewesen, so viele schwammen dort herum. Dennoch gab es eine Vielzahl anderer Fische. Besonders haben Tobias die Luftblasenkünste von Geri fasziniert. Am liebsten würde er am Sonntag, wenn Jutta mit Jeff und Geri zum Tauchen geht, deshalb noch einmal mit. Ein teures Vergnügen, das er ab Tahiti, wenn Geri dann bei uns mitsegelt, sicher öfter noch haben wird.

Tagsüber sind die Mädels noch einmal zu den Las Grietas gelaufen, zusammen mit den Kindern der Olena-Crew und Susanne von der Serenity. Serenity fährt leider morgen schon in Richtung Süden. Wir werden im Laufe der nächsten Woche folgen.

18. April 2019 / Alkyone / n/a

Tauchen in Puerto Ayora

       

Als wir gestern mit dem Taxiboot nochmal in die Stadt fuhren trafen wir zufällig Molli und Jeff (Chanticleer) uns ebenso zufällig lief das Gespräch auf Tauchen hinaus. Geri von der Jajapami wollte heute mit Jutta einen Auffrischungstauchgang machen. Immerhin liegt der letzte Tauchgang gut 14 Jahre zurück. Jeff meinte dann, dass er das auch noch machen möchte. Bei ihm seien es aber 35 Jahre. Wow. Er möchte es aber können und sich auch noch Ausrüstung hier besorgen für den Fall, dass er mal seinen Anker nicht rausbekommt oder was am Unterwasserschiff zu tun sei. Für den Notfall also.
So waren es dann heute plötzlich zwei Tauchschüler für Geri. Und alle waren mit dem Ergebnis trotz seeehr trübem Wasser sehr zufrieden. Ein paar kleine Fische kamen auch neugierig vorbei und ein kleiner Hai war auch zweimal zu sehen. Immerhin etwas.
Nun wollen wir auch noch einen Tauchgang hier machen. Immerhin sind wir hier in Galapagos, einem der schönsten Tauchreviere der Welt. Wie oft ist man schon da? Morgen gehen erst mal Hans und Tobias mit der Crew der Jajapami zum Tauchen.
Uns gefällt es hier sehr gut. Der Liegeplatz ist zwar alles andere als ruhig, aber auf der Alkyone stört es nicht zu sehr. Olena und Serenity wollen am Sonntag morgen weg, die Sago ist heute Mittag gefahren. Auf der Reise heißt es immer wieder neue Freundschaften zu schließen und sich zu verabschieden. Ob man sich wieder sieht weiß man dabei nicht unbedingt. Wir hoffen es. Auf Tahiti treffen viele noch einmal zusammen. Wer weiß? Es heißt doch immer, dass man sich mindestens zweimal im Leben trifft???
Um nicht alles dem Zufall zu überlassen haben wir auch viele Adressen ausgetauscht. Sago hoffen wir auf Pitcairn zu treffen, mit der Jajapami und der Mehala haben wir uns ja schon auf Tahiti verabredet. In knapp drei Monaten.
Zudem haben wir Molli und Jeff heute Abend zum Abendessen eingeladen. Die Kinder wanderten am Nachmittag zu den Grietas mit der Crew der Olena.

17. April 2019 / Alkyone / n/a

Fischmarkt in Puerto Ayora

Nach dem Frühstück sind wir gleich losgezogen um am Fischmarkt vorbei zu schauen und dann zur Charles Darwin Forschungsstation zu gehen.

Der Fischmarkt war sicher das lustigste Ereignis des Tages. Zig Pelikane und auch zwei Seelöwen stehen als lebende Abfalleimer bereit und bekommen auch reichlich zugeworfen. Die Verkäuferinnen fallen fast drüber, der eine Seelöwe erinnerte uns sehr an unseren Hund Aura, die uns schier anbetete, wenn wir Fleisch in der Küche schnitten. Hier lohnt es sich definitiv.

Die Forschungsstation war sehr nett gemacht, die Schildkrötenaufzuchtstation hier auf der Insel war auch wieder schön. Allerdings haben wir das Meiste schon von den anderen beiden Inseln gekannt. Einige Infos zu den Forschungen Darwins wurden hübsch aufbereitet. Auch Lonesome George, die älteste Riesenschildkröte hier, die 2012 verstorben ist, konnte man ausgestopft besichtigen. 

15. April 2019 / Alkyone / n/a

Weiter nach Santa Cruz

       

Bis auf den letzten Drücker haben wir uns den Besuch bei den Pinguinen aufgespart. Ok, unser Agent hat uns gestern erst verraten, wo man die kleine Kolonie antreffen kann. Angeblich darf man sich nur mit dem Tourboot nähern, aber wie unser Agent schon gesagt hatte, hat sich niemand für uns interessiert, obwohl direkt nach uns ein Tourboot kam und auch zwei Taxiboote nicht weit von uns entfernt rumfuhren. Zehn kleine Pinguine standen, mit ihrer Schutzfarbe, auf den schwarzweißen Felsen herum, putzten sich, einer sprang nach einem erfrischenden Bad wieder auf den Felsen hoch, ein anderer ließ sich ins Wasser plumpsen. Man hätte sie beinahe übersehen, nur wenn sie sich bewegen erspäht man sie von weiter weg. An der gelben Tonne, auf der immer Seelöwen sitzen um von den Tourbooten fotografiert zu werden, mussten wir eh fast vorbei.

Es war schon interessant – in San Cristobal konnte man sein Beiboot keine 5 Minuten aus den Augen lassen, schon hatte mindestens ein Seelöwe das Boot erobert. Hier auf Isabela sind auch Seelöwen, aber keines interessiert sich für die Beiboote. Sie geben sich mit dem Strand und den Tonnen zufrieden.

Mit etwas Verspätung sind wir dann doch noch von Isla Isabela losgekommen. Untere unterste Segellatte wollte endlich ausgetauscht werden – eindeutig vom Bieber angenagt worden 🙂 Aber die halbe Stunde hat es dann auch nicht mehr ausgemacht, warum wir erst um halb acht Uhr auf Santa Cruz ankamen. Bei Dunkelheit, aber wir haben trotzdem einen schönen Platz mittendrin gefunden, 8m bei Niedrigwasser, perfekt. Viele Liveabords da, einige Jachten. Unter anderem die Jajapami, zu der wir auch gleich nach unserem Abendessen rüber zu Besuch gefahren sind. Eine deutsch-australische Familie mit zwei Kindern war dort zu Besuch, sie segeln auf der Sago zwar nicht zu den Osterinseln, aber zumindest nach Pitcairn. Werden wir also hoffentlich wiedersehen.

Morgen wollen die Olena, Serenity und die Chanticleer nachkommen. Dann wird es hier voll.


14. April 2019 / Alkyone / n/a

Concha de Perla

       

Wie die Tage hier häufig sind heute am späten Vormittag zwei Kinder der Olena bei uns. Mal hier, mal da. Immer heißt es „bis morgen“. Schön, dass sich alle so gut verstehen. Von Lanzarote bis Panama hatten unsre Kinder keine richtigen Spielkameraden, dafür seither durchgehend. Leider ist das Ende schon in Sicht. Nach Ostern wollen wir zu den Osterinseln segeln, wie passend! Die anderen zieht es manche nach Gambia, die Mehrheit auf die Marquesas. Vielleicht treffen wir ein paar Schiffe nochmal bis Fidschi oder Tahiti. Wir werden sehen.
Interessant ist zumindest, dass fast alle, die wir fragen, ihr Schiff in Neuseeland oder Australien verkaufen wollen oder einfach so lange weitersegeln wollen, wie das Geld reicht oder es allen gut geht damit. Nach Europa direkt weiter hat keiner als Ziel. Also werden wir irgendwann wieder alleine sein oder andere einholen????

Nach dem Mittagessen packten wir unsere Schnorchelsachen, Timeo und Cyliane kamen auch mit. Stephan fuhr uns mal wieder. Wie erwartet waren wir ich heute nicht allein an der Plattform der Concha de Perla. Ein Stelzenweg führt hier durch den Mangrovenwald, Meerechsen, manchmal auch Seelöwen liegen mitten im Weg. So viel zum Thema mindestens 2 Meter Abstand halten. Die am Ende befindliche sogenannte Perlmuschel sind Naturbecken, schön geschützt, aber mit dem Meer verbunden.
Das Wasser ist durch die zahlreichen Besucher zwar aufgewühlt, aber dennoch sind einige Tiere zu bestaunen. Eine Meerechse hat Hansi mit den Flossen angehoben, er merkte es gar nicht und die Echse ließ sich auch in ihrem Kurs nicht stören.
Mitten drin döst ein Ammenhai am Boden, ein kleiner Adlerrochen gleitet durchs Wasser. Ein kleiner Hai schwimmt mit offenem Maul durch den Fischschwarm und genießt sein Mahl.
Interessant waren vor allem die unterschiedlichen Wasserschichten. Kalt und warm, teils Süßwasser. Man sah plötzlich alles verschwommen und es änderte sich laufend.

Am Nachmittag trafen sich noch ein paar Kinder der Schiffe mit Einheimischen zum Fußballspielen am örtlichen Fußballplatz – mit Kunstrasen! Als Schiedsrichterpfeife diente die Pfeife an Lenas Schwimmweste.

Unser Zarpe bekamen wir diesmal pünktlich von Steve überreicht, er übergab es uns schon am Nachmittag in der Stadt. So können wir morgen Vormittag pünktlich nach Santa Cruz auslaufen.

Zum Abschluss gingen wir mit den Crews der Olena und Serenity wieder mal zum Essen und später nahm Stephan den lokalen Taxiboot erneut das Geschäft weg.



13. April 2019 / Alkyone / n/a

Kids on Tour

       

Der Morgen begann mit einem großen Schreck: Die große Achterkoje haben wir mit zwei Kojensegeln gesichert, dass Magdalena nicht rausfallen kann. Kann sie doch hat sie uns heute bewiesen. In der Ecke ist eine kleine Lücke. Dank unserer Unordnung – Hansi hatte seine Füßlinge und Flossen vom letzten Tauchgang noch nicht unter die Kojen verstaut – landete sie ohne Verletzungen. Nur erschreckt hatten wir uns alle. Jetzt ist die Lücke noch kleiner geworden! Sicher wird Lena hier noch öfter irgendwo runterpurzeln je mobiler sie wird. Inzwischen zieht sie sich alleine zum Stehen hoch und robbt auch vorwärts.

Geplant war heute nur an der Concha de Perla schnorcheln zu gehen. Aber als die Olena-Crew anfragte, ob unsere Kinder heute zu einem Ausflug über die Insel mitkommen wollen, musste unser Plan natürlich vertagt werden.

Auf ein Uhr fuhr Hansi die Crews der Olena, der Serenity und unsere Kids mit dem großen Olena-Beiboot an Land. Ein Teil der Tour war Wiederholung vom Vortag, sie führen aber auch noch zur Mauer der Tränen, einem, laut meinem Reiseführer, absurden und sinnlosem Bauwerk, das nur der Demütigung der Strafarbeiter hier diente.
Ein Teil marschierte 3 Stunden durch die Gegend. Erst um halb acht, bei Dunkelheit, kamen die Kinder zurück. Tobias sah ungefähr so zerschunden aus, wie wir es gestern von Antonia erwartet hätten: Knie offen, Hüfte, Hände, Schulter etc. aufgeschürft. Er war jedoch selbst schuld: etwas zu schnell unterwegs und über einen Lavabrocken gestolpert. In Santa Cruz werden wir wohl unsere Bestände an Pflastern und Aureomycin-Salbe versuchen aufzufüllen.


12. April 2019 / Alkyone / n/a

Schutzengel

       

Am späten Vormittag waren wir soweit fertig, allen voran Hansi mit den finalen Arbeiten der Generatorüberholung, dass wir zum Ausflug zur Schildkrötenstation hier auf Isabela aufbrechen konnten. Im Gegensatz zu der Aussage des Herrn von der Armada dürfen wir doch nicht unser Dinghy am Anleger liegen lassen, noch an den Strand hochziehen. Bevor wir ein Wassertaxi für $2 pro Person und Richtung nehmen, fährt uns Stephan von der Olena. Die drei Olena-Kinder begleiten uns heute wieder. Auf deren Schiff wird weiter der Schaden repariert, wird aber auch im Laufe des Tages fertig. Die Kinder sind aber dennoch froh hier nicht im Weg zu stehen. Ist ja hier auch oft so.

Es ist heiß, so kurz nach Herbstanfang, ja, Herbst, wir befinden uns schon südlich des Äquators, steht die Sonne fast senkrecht. Also gönnen wir uns ein Taxi am Dock, das uns erst zu den Schildkröten bringt. Die Station hier ist von der Haltung der Tiere her nicht so schön, wie die auf San Cristobal. Erinnert mehr an Tierpark/Zoo. Die Infoausstellung ist hier schön anschaulich gemacht, wie die Schildkröten ihre Eier vergraben, wie sie heranwachsen, welchen Gefahren sie ausgesetzt sind,…

Anschließend fahren wir noch weiter Richtung Vulkane, rauf zum Aussichtspunkt El Mango, weiter durch schöne grüne Landschaften (hier im Landesinneren hängen immer Wolken vor der Sonne), angenehm erfrischend bis zum Lavatunnel bzw. Höhle El Sucre. Lavatunnels kennen wir auch schon aus Madera.

Ein Schutzengel begleitete uns sicher: dass man hier im Pickup hinten auf der Ladefläche sitzt ist ja normal. Dieser hatte einen Bügel hinten, andere meist eine geschlossene Tür. Die Kinder sitzen immer gerne hinten. Es ist auch kaum Verkehr und die wenigen Autos fahren auch sehr vorsichtig.
Als wir bergauf fuhren schepperte es plötzlich und beim Blick nach hinten sehen wir Antonia gerade auf die Straße hinter uns purzeln. Sie sprang, sicher vor Schock, schneller auf, als wir aus dem sogleich anhaltenden Auto springen und zu Ihr laufen konnten. Ihr war NICHTS passiert. Ok, etwas rote Flecken von den Steinchen am Boden, eine klitzekleine Abschürfung an einer Hand und eine zerrissene Hose. Glück gehabt. Viel Glück!
Hansi schimpfte die hinten sitzenden, dass sie den Bügel aufgemacht hätten, bis er entsetzt feststellte, dass man den tatsächlich überhaupt nicht fixieren kann.
Der mitfahrende Führer war besorgt um Antonia, meinte aber, Touristen wollen das so. Ah ja?!? Hinten sitzen, aber einfach rausfallen kann ich mir nicht vorstellen. Der Fahrer hat sich wenig interessiert. Oh Mann!!!

Als wir zurückkamen trafen wir Susanne der Serenity und Laura der Olena in der Stadt. Unsere Familie ging noch essen bevor wir Richtung Anleger zurück liefen.
Am dortigen Strand trafen wir nicht nur die Kinder der Olena wieder. Es war ein richtiges internationales Seglertreffen und die Kinder sämtlicher Boote spielten dann zusammen:
3 Kinder der Olena aus der 🇨🇭, 3 Kinder der Vega aus 🇳🇴, zwei Kinder der Maple aus 🇨🇦, drei der Archer aus den 🇺🇸 und unsere 4 Großen.
Ohne Kinder kamen noch die Crews der Krabat (🇬🇧), Chanticleer (🇺🇸), Serenity (🇩🇪).

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11. April 2019 / Alkyone / n/a

Fauler Tag vor der Isla Isabela

       

Heute waren wir richtig faul. Gestern war der Himmel bedeckt, heute brennt die Sonne ungehindert runter. Keiner hat Lust sich viel zu bewegen.

Der Schaden auf der Maple ist nicht schlimm, sie haben Material dabei um ihn mit Bordmitteln zu beheben. Von unserer Haftpflichtversicherung gibt es dazu sicher einen guten Zuschuss.
Auch auf der Olena ist die Stimmung wieder besser. Sie sind eifrig am Werkeln und werden ihren Schaden auch soweit repariert bekommen, dass es die weitere Reiseplanung doch nicht durcheinander bringt.

Auch unser Generator schnurrt nach der Reparatur wieder. Ganz fertig wird er erst morgen gemacht bzw. wieder alles final montiert und verräumt. Operation erfolgreich.

Hansi und Tobias hatten gestern Nachmittag noch mit unserem Deeper die Umgebung erforscht und einen besseren Liegeplatz ausgemacht gehabt. Aber bis sie sich umlegen konnten ankerte schon eines der vier weiteren ankommenden Schiffe. Jetzt erst ist es richtig voll.
Also haben sie heute wieder mit dem Beiboot nach einem anderen Platz Ausschau gehalten. Nun liegen wir ziemlich weit draußen, es hat mehr Schwell, aber es stört uns nicht. Zum Glück haben wir die kardanischen Tische!

Am Nachmittag spielen Cyliane und unsere Kinder bei uns.

Es wird immer voller hier. Keiner fährt, es kommen aber immer mehr. Die Crew der Itsara ist hier, der wir den Autopiloten von Panama nach San Cristobal gebracht hatten. Die meinten, mit 5 Schiffen sei der Platz schon voll….

10. April 2019 / Alkyone / n/a

Kein guter Tag?

       

Die Wettervorhersagen hier stimmen, oder auch nicht. Eher letzteres. Wir hatten erst weniger Wind, als gedacht, dann flogen wir fast in Richtung San Cristobal. Fast hätten wir die Insel über den Haufen gefahren, waren wir doch über eine Stunde früher dran, als es noch mitten in der Nacht aussah.

Die Bucht vor der „Hauptstadt“ Puerto Villamil ist sehr voll. Wir sind das elfte Segelschiff, der Platz aber auch äußerst beschränkt. Olena und Serenity kamen vor uns rein und lagen schon vor Anker als wir reinkamen. Alle warten uns vor Steinen. Wir konnten uns zwischen zwei andere Schiffe, die kanadische Maple, die auch heute morgen hier ankam, und einem amerikanischen Schiff legen. Dann erfuhren wir den Grind der Hektik: die Olena hat einen Felsen berührt und einen nicht unerheblichen Schaden an einem Rumpf und am Ruder davongetragen. Mist.

Um unser Schiff begrüßte uns ein süßer kleiner Pinguin, der einen Schwarm winziger Fische jagte. Wir hatten so sehr gehofft den hier ansässigen Pinguine auch tatsächlich zu begegnen.

Am Nachmittag gingen die Mädels mit den drei Kindern der Olena auf Erkundungstour an Land. Den schönen Stelzenweg zur Concha de Perla. Auf dem Weg dorthin begegneten wir wieder einigen Seelöwen, weitaus weniger hier, als ins San Cristobal, dafür hier mehr von den schwarzen Meerechsen.

Die Stadt ist tatsächlich, wie in unserem Reiseführer schon steht: verschlafen. Und es scheint wirklich die Zeit stehen geblieben zu sein. Extrem ruhig, schon im Vergleich zu San Cristobal, wie muss dann erst der Kontrast zu Puerto Ayora sein?

Die Kinder genossen den schönen neu errichteten Spielplatz im Park und jammerten trotz des langen und langweiligen Weges nicht.

Am späten Abend wachten wir durch ein lautes Geräusch auf: alle Schiffe hatten sich gedreht, nur leider nicht gleichmäßig. Wir haben mit unserem Heck den Bug der Maple berührt. An unserem Heck zwei Stellen, wo der Lack ab ist. Wie viel der Kat abbekommen hat, wird das Tageslicht zeigen.
Kein guter Tag. Zum Glück ist nicht mehr passiert. Olena ist dicht. Ist ja auch schon eine gute Nachricht!

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