Artikel von 31. Mai 2019

31. Mai 2019 / Alkyone / n/a

Rikitea im Herbst

       

Das Wetter um diese Jahreszeit ist durchwachsen. Zwischendurch mal Sonne, mal,Regen, generell schön kühl mit um die 23-24 Grad. Für unser Empfinden zumindest. Die Nachbarskinder der Makore sind fast den ganzen Tag im Wasser, das fällt nicht nur uns auf. Man sieht sonst auch niemand beim Baden. Goeff reinigte heute den Wasserpass der Sago – vom Beiboot aus 😉

Alkyone braucht einen neuen Generator, der jetzige ist mit 3000 Stunden und 10 Jahren kurz vor seinem Ableben. Er muckt dauernd und hat inzwischen den Spitznamen Diva erhalten. Mag sie heute oder mag sie nicht. Seit Galapagos bastelt Hansi ständig an ihr rum und bereits vor Easter Island stand fest, dass ein Neuer her muss. Nur scheint das Ganze mit Gebietsschutz in Australien nicht so einfach zu organisieren zu sein. Und auf Mails reagiert leider weder Panda in Deutschland noch der australische Importeur. Nun muss Plan B her über Johannes und René. Hoffentlich klappt das Projekt Panda dann in Australien zeitlich gesehen.

Am Nachmittag kam Annika zum Spielen rüber. Und wieder wollte sie gar nicht zurück, als Goeff sie abholen kam.
Ansonsten machte nur Hansi ein paar weitere Besorgungen, Tobias wird zum Baguette-Holer vom Dienst. Goeff sagte, dass er erfahren habe, dass es morgens um 5 frisches Baguette gäbe. Für morgen haben wir eines, wenn auch nicht frisch.

Antonia besuchte noch mit Jutta die Kirche, eigentlich um eine Kerze für Haching-Opa zu entzünden, dies scheint hier aber nicht üblich. Nach der Hirnblutung vor zwei Wochen hat sich eine Entzündung gebildet. Es bleibt nur hoffen – und beten. Zumindest ist er nach der OP wieder aufgewacht. Wir sind so verdammt weit weg, auch von vernünftigen Flugverbindungen nach Hause.

30. Mai 2019 / Alkyone / n/a

Seglertreff auf Rikitea

       

Tatsächlich war nach einer weiter unruhigen stürmischen und regnerischen Nacht am Morgen gleich die Sonne raus. Die Insel schaut gleich ganz anders aus, wenn die Sonne lacht, ist aber ja nicht nur hier so 😉

Gestern hieß es, dass es heute ab 10 Uhr die frisch gelieferten Lebensmittel gibt, also nix wie rüber und einkaufen. Wir haben Brie bekommen, Butter, Äpfel und Birnen. Baguette dafür leider nicht, auch nicht am Nachmittag. So gab es bei uns wieder Laugensemmeln, die dafür mit frischem Brie und einer Salami bei dessen Farbe man Angst bekommt. Sie war aber doch essbar.

Am Nachmittag fuhren wir an Land zu einem öffentlichen Treffpunkt am Strand, wo man wohl hier vor Ort gern feiert und sich trifft, um den 14. Geburtstag des Nachbarjungen zu feiern. Alle Segelschiffe waren eingeladen und so wurde es mal wieder ein recht internationales Zusammentreffen. Die Franzosen bildeten die eindeutige Mehrheit, die Familie des Geburtstagskindes erzählte uns, dass sie nun ein Jahr hier in Französisch Polynesien bleiben und die beiden Kinder direkt seit deren Ankunft letzte Woche hier in die Schule gehen.
Hier merken wir mal wieder, dass wir eine andere Zeitplanung haben, wie die meisten Segler. Sie planen alle bis November in Neuseeland oder Australien zu sein, vor der Hurrikan-Saison. Das ist deren einiges Zeitlimit. Spätestens in Tahiti trennen sich somit für uns alle die Wege. Schade irgendwie.

29. Mai 2019 / Alkyone / n/a

Sturm- und Regentag in Gambier

       

Hört man so Gambier verbindet man damit immer eitel Sonnenschein. Unser Empfang Inder Inselgruppe ist nicht so märchenhaft. Es schüttet was runterkommen kann und stürmt vor sich hin. In der Spitze hat unsere Windmessanlage 38 Knoten gezeigt. Das Wasser ist erstaunlich ruhig durch all die Riffe vor uns, so dass wir wirklich nur vom Wind selbst durchgeschüttelt werden.

Man sieht auch auf den anderen Schiffen nur Leben durch die Innenbeleuchtungen. Auch wir brauchen Licht für die Schule.
Hansi ist genervt vom Wetterbericht. Würfeln funktioniert fast genauso gut. Der Wind sollte bereits am Vormittag auf Nord drehen, es sogar langsam aufklaren, der Wind abnehmen. Nix. Es bläst fast zu 180 Grad aus der anderen Richtung den ganzen Tag weiter mit über 20 Knoten.

Der Versorger, der gestern mit der Sago reinkam und an der Mole anlegte hat effizient bei dem Sauwetter seine zig Container entladen und soweit wir vermuten wurden diese auch gleich am Pier entleert. Für sein Ablegen war es gut, dass der Wind nicht gedreht hatte, sonst hätten wir unseren Ankerplatz aufgeben müssen, da wir den Weg versperrt hätten.

Am Nachmittag trauen sich Hansi und Tobias dennoch an Land und ergattern zwei Baguette, da es die letzten waren bekam dann die Sago eines von uns. Die trafen sie an Land und kamen anschließend noch auf Kaffe/Tee und Kuchen vorbei. Die Kinder sind so froh endlich wieder Spielkameraden zu haben, dass sie später nur schwer zum Gehen zu bewegen sind, unsere traurig, dass sie gehen. Die Erwachsenen waren natürlich auch froh über die Möglichkeit ausgiebig zu quatschen.

Morgen soll das Wetter gut sein. Wir sind alle auf den Geburtstag eines Kindes von einem anderen Schiff eingeladen.

28. Mai 2019 / Alkyone / n/a

Ankunft in Rikitea

       

Kurz nach Sonnenaufgang fuhren wir über das Außenriff der Gambier-Inseln und schon bald nach dem Frühstück ankerten wir vor Rikitea. Wir sind nicht allein hier: einige Jachten liegen auch hier, auch einige Bekannte. Die Makore II natürlich, auch andere Schiffe kennen wir noch aus Panama. Die Uhuru aus Pitcairn hatten wir beim Einlauen vermisst, waren die etwa 18m Ouster doch 15 Stunden vor uns losgefahren. Ein paar Stunden nach uns kamen sie dann doch an, zusammen mit den Österreichern, die direkt von der Osterinsel hierher kamen. Es mangelt hier auch ohne uns nicht an Schiffen mit Kindern. Morgen will auch noch die Sago kommen, endlich wieder Deutsch sprechende Kinder.

Das Wetter ist leider nicht sehr einladend, es nieselt und regnet bei zwar immerhin 24 Grad und einer ebenso hohen Wassertemperatur, aber zum Fotografieren nicht das Wahre. Für Pauls Mädels natürlich wieder total einladend fast den ganzen Tag im Wasser zu verbringen. Tobias gesellte sich auch einige Zeit dazu.
Das Einklarieren war kurz und schmerzlos, die Pässe wurden nicht mal geöffnet. Die Häuser und der Lebensstil macht einen ziemlich europäischen Eindruck, im Vergleich zu den Mittelamerikanischen Staaten und dessen Inseln. Vor den Häusern, viele sind es zwar nicht, parken französische Autos. Das Angebot im Supermarkt ist recht überschaubar, aber wir haben schon weniger gesehen, die Preise sind für uns fast normal geworden. Wir sind gespannt auf Tahiti. Obst haben wir bisher nur am Baum gesehen, es gäbe im Moment auch nur Grapefruits, Bananen und Brotfrucht. Gut, dass unsere Kinder all dies sehr gerne mögen. Unsere geschenkt bekommene Bananenstaude aus Pitcairn hatte kein langes Leben. Wir hatten Angst, dass die Bananen schlecht werden und überlegt, was wir alles damit machen könnten. Bei unseren ausgehungerten Kindern war dies völlig überflüssig: ein paar noch unreife Bananen sind noch da, die reifen werden täglich weggefuttert, an einem Tag etwa 30-40 Stück!!!!! Wann werden sie ihnen zum Hals oder den Ohren raushängen?

Internet gibt es keines. Zumindest nicht brauchbares. Es gibt etwas WLAN an Land, das für Mails ausreicht. Eine Datenkarte fürs Handy gibt es überhaupt nicht. Tahiti dann.

Es ist für uns alle völlig ungewohnt so ruhig zu liegen. Zuletzt war das wohl im Panama-Kanal so ruhig. Die Riffs ganz außen und auch direkt vor der Insel nehmen sämtlichen Schwell.

[pdatea date=“May 27, 2019″]

28. Mai 2019 / Alkyone / n/a

Warten auf den Sturm

       

Am Vormittag war das Wetter noch ganz brauchbar, die Sonne hat sogar für ein paar Minuten zwischen den Wolken rausgeschaut. Hansi und Tobias versuchten zum Frühstück frisches Baguette aufzutreiben, aber leider Fehlanzeige. Um 14 Uhr gäbe es eines. Und um 15 Uhr wird das Versorgungsschiff erwartet.

Der Wind bläst gleich morgens, lässt unsere Wäsche sogar noch fast fertig trocknen. Vor Mittag fahren die Großen an Land, schauen bei Fritz, der hier für Trans Ocean der Stützpunkt ist. Er ist seit 35 Jahren auf der Insel, gesundheitlich geht es ihm leider bescheiden, nein, liegt nicht am Leben hier, eher das Alter. In die andere Richtung im Ort besuchten sie dann auch noch die Kirche. Eher eine Kathedrale sei das. Wunderschönen, massiv. Wir sind tatsächlich eher in Frankreich. Bereits Mittags kamen die Regenschauer heftiger und regelmäßiger, die Erkundungstruppe auch gut nass zurück.

Um 14 Uhr holen Tobias und Andrea tatsächlich noch zwei Baguette. Erst waren Sie zögerlich, ob sie sich ausreichend verständigen können. Aber das funktionierte ja auch schon in Roscoff und in Morlaix gut. So kamen sie wenig später stolz mit zwei Baguettes im Beiboot zurück.

Am Nachmittag wollte die Sago ankommen, so starrte Anna ganz angestrengt in die Richtung, in der wir die Sago vermuteten, aber zu dem Zeitpunkt waren schon keine Nachbarinseln mehr durch den Regen auszumachen. Schließlich sahen wir sie dann doch auf dem AIS erscheinen und die Freude des Wiedersehens war groß. Sie waren 26 Tage auf See von Galapagos aus kommend. Alles gut, nur kein frisches Obst mehr natürlich. Hansi versuchte zwischen zwei Regenschauern einigermaßen trocken (leider vergebens) ein paar letzte unserer Bananen der Riesenstaude und ein Baguette rüber zubringen.

Heute Nacht und morgen soll es richtig Wind haben, bis zu 40 Knoten und weiter schütten, schütten, schütten. Der Wäschekorb zum Wasser auffangen ist schon im Einsatz.

27. Mai 2019 / Alkyone / n/a

Seetag Pitcairn-Mangareva

       

Eine windreiche Nacht liegt hinter uns, mehr Wind und aus einer anderen Richtung als prognostiziert. Aber wir kommen gut voran und werden morgen früh bereits in Mangareva auf Rikitea in Französisch Polynesien ankommen. Schon wieder eine neue Zeitzone: UTC -9, zu zuhause haben wir dann 11 Stunden Unterschied. Dann wird es noch schwieriger zu kommunizieren. Gestern schon haben wir es verpasst bei der Aichach-Oma anzurufen um ihr zum Geburtstag zu gratulieren. Wenn bei uns Mittag ist schlafen zuhause schon alle und wenn wir ins Bett gehen stehen die langsam auf.

Trotz Seegang machen die Kinder brav Schule, was soll man sonst auf See den ganzen Tag über machen? Bald brauchen wir neues Material aus der Heimat. Vielleicht lassen wir uns etwas mit nach Australien schicken oder bekommen es dann im Dezember nach Thailand.

Seit Galapagos sind wir auf See keinem Schiff mehr begegnet, es ist ruhig hier. Sicher zig mal unruhiger als zu Fletcher Christians Zeiten, aber trotzdem kaum was los. Auch beim Angeln nicht. Schon wieder kein Abendessen mit Fisch. Nie haben wir Glück. Und die Fische, die an Bord geflogen kommen verschmähen wir.

[pdatea date=“May 26, 2019″]

27. Mai 2019 / Alkyone / n/a

Abschied von Pitcairn

       

Ursprünglich hatten wir befürchtet es nur bis irgendwann in der Nacht auf dem Ankerplatz vor Adamstown auszuhalten. Aber es war ruhiger, als die letzten Nächte. Kein wirkliches Kunststück. Um kurz nach acht lichteten wir den Anker und fuhren an der Südseite vorbei an Pitcairn. Auch von dieser Seite aus kann man an der Insel nicht landen, selbst wenn in der Karte so schöne Namen wie Gudgeon Harbour anderes vermuten lassen.

Nach Mangareva sind es 310 Seemeilen, am Montag werden wir da sein.
Heute Nacht plant die Sago auf Pitcairn anzukommen. Es soll recht starken Wind und auch Dünung haben. Hoffen wir, dass es auch bei ihnen nicht stimmt und sie doch die Gelegenheit bekommen an Land zu gehen.

Das Geschaukel auf See ist wesentlich angenehmer, als das am Ankerplatz. Auch unsere Wettervorhersage stimmt nicht, nicht wirklich. Mit reichlich Erfahrung interpretiert passt es schon. Und es ist weiter kühl mit 21 Grad, es fühlt sich kühler an, da es immer wieder ergiebig regnet. Mangareva liegt kaum nördlicher als Pitcairn und somit müssen wir wohl noch länger unsere langen Hosen strapazieren. Hansi zieht im Cockpit sogar seinen Antarktis-Windstopper an – das will was heißen.

[pdatea date=“May 25, 2019″]

27. Mai 2019 / Alkyone / n/a

Adamstown auf Pitcairn

       

Um vier Uhr morgens flohen wir aus der Bountybay. Es war so ungemütlich und vor allem für den Anker kräftezehrend geworden durch die kurze Windsee. Und wir wollten nicht schon wieder unseren Anker beschädigen. Diesmal traten wir die Flucht in die andere Richtung an, nach Tedside. Die Wimdsee war hier weg, die Dünung nicht. So hatte unser Anker zwar Ruhe, wir jedoch nicht wirklich. Alkyone rollt zwar vergleichsweise wenig, vor allem wenn man daneben die Makore von Paul sieht, wo einem schon beim Zuschauen schlecht wird. Dennoch meinte Hansi dann beim Frühstück, dass es sich anfühle wie bei raumem Wind mit 6 Beaufort nach Backbord und Steuerbord zu rollen. Man konnte auch nicht aufdrehen Seite liegen, nicht mal in stabiler Seitenlage, nur flach.

Kurz nach dem Frühstück erforschten Hansi und Tobias noch kurz nach Ufer, bzw. gesagt trauten sich mit dem Beiboot etwas näher an dieses. Es war aber absolut unmöglich zu landen, obwohl Tedside auch ein Badeplatz sei. Nur fraglich bei welchem Wetter. Heute nicht.
Paul erschien kurz darauf neben uns. Er hatte auch gehofft, dass es hier besser sei. Da er sich keine Hoffnungen machte heute noch einmal in der Bountybay an Land zu kommen machten sie sich dann auch fertig und brachen direkt nach Mangareva auf.

Wir hatten schon noch die Hoffnung an Land zu kommen. Bisher waren nur die beiden Herren an Land und auch nur für die Stempel im Pass und zum Geradeklopfen des Ankers. So fuhren wir mittags das kurze Stück zurück zur Bountybay. Nicht vergessen: Pitcairn ist 1,8 Meilen lang!!!! Also alles nicht weit.

Und wir hatten Glück. Es war wesentlich ruhiger. Immer noch eine Herausforderung zu landen, aber machbar. Um halb zwei verabredete sich Hansi also über Funk mit Charleen und erforschte mitdenken Mädels Adamstown. Charleen kam mit dem Quad und holte sie ab, ihr Sohn mit dem Pickup. Sie kauften im Store ein, der extra für uns geöffnet wurde. Nun gibt es wieder „Old-Fashioned“ Haferflocken, also die kernigen Haferflocken, die anderen mag hier maximal Magdalena. Und Obst und Gemüse wurde frisch für uns gepflückt. Viele Grapefruits (süße, nicht sowas sauer-bitteres, sieben uns), Orangen, Zitronen, Kraut, Brotfrucht etc. Teuer war das alles nicht, zumal das ja alles, was hier nicht wächst, mit dem Versorgungsschiff von Neuseeland geliefert werden muss.
Als sie zum Beiboot zurück kamen Launch eine große Bananenstaude drin. Wer die uns rein hat wissen wir nicht. Jetzt gibt es die nächsten Tage Bananen zum Sattessen.

Schließlich gingen Hansi und Anna zum Lenaversorgen zurückzuführen auf die Alkyone und Jutta ging mit Tobias und den anderen beiden Mädels nochmal in die Stadt und auch ins Museum. Dort erfuhren wir viel über die Bounty, deren Nachkommen und das Leben der Leute hier heute. Auch trafen wir noch den Arzt, der gerade hier Dienst hat, er ist mit seiner Frau, einer Krankenschwester, zum vierten Mal hier, diesmal nur für drei Monate, normalerweise sei man immer für ein Jahr hier, aber der letzte Arzt musste früher weg.
Auch den Friedhof besuchten wir. Sehr erstaunt hat uns, dass man auf der Insel offensichtlich entweder steinalt wird oder früh stirbt. Natürlich ist fast jeder mit jedem verwandt, die Nachnamen sind fast alle gleich: Christian und noch zwei hauptsächlich. Und früher starben hier übermäßig viele Jugendliche und sehr viele Neugeborene, zum großen Teil mit ihren Müttern, in den ersten Jahren, aber auch noch ins 20. Jahrhundert.

Sehr regelmäßig kommen wohl Kreuzfahrtschiffe hierher. Die Passagiere dürfen aber nicht von Bord, sondern die Einheimischen fahren raus und verkaufen ihre selbstgefertigten Souvenirs. Davon leben sie hier. Teils kommt jede Woche ein Schifff.
Mit dem nächsten Versorgungsschiff kommt eine finnländische Familie mit 2 Kindern und lebt für ein halbes Jahr auf der Insel. Nur genug Geld als Versicherung muss man bereit sein zu hinterlegen, zwischen 30.000-60.000$. Apropos Versorgungsschiff: da wird alles mit geliefert: Traktoren, Autos, alles. Und das bei bis zu 8m Dünung, wir haben im Moment um die Bier Meter, es sei auch gerade ausgesprochen ruhig. Ah ja?! Gut zu wissen!

Bei der Rückfahrt per Quad und Pickup zum Landungssteg ging es wieder steil den Berg hinunter. Dort wurde Hansi auch wieder gelotst wann er aus dem Hafen schießen darf. Der Sohn von Charleen steht vorn an der Peer und beobachtet die Wellen und beurteilt, wann eine kurze Pause sein wird zwischen den Brechern, damit man mit Vollgas dazwischen durch kommt. Nix für schwache Nerven!

Morgen früh wollen wir uns auf den Weg nach Mangareva machen. Sicher könnte man hier Pitcairn noch ausgiebig erwandern, aber uns allen geht das Geschaukel ziemlich auf die Nerven!

[pdatea date=“May 24, 2019″]

24. Mai 2019 / Alkyone / n/a

Welcome to Pitcairn

       

Wie bereits gestern abgesprochen meldeten wir uns um halb acht überFunk, dass wir später einklarieren wollen. Die Dame am Funk sagte, dass wir jederzeit kommen könnten. Bezüglich der Landing-Fee teilte sie uns mit, dass es US$50 per Person sei, Kinder wisse sie nicht, das mache die Immigation-Dame. Landing mit einem Boot der Lokals kostet auch $50, aber Dingi sei völlig ok, bzw. eher erwünscht. Über das Wetter wisse sie auch nicht Bescheid.

Wir hatten das Wetter schon skeptisch beobachtet und schon nachts das Platschen des Schwells ans Achterschiff wahrgenommen. Während des Frühstücks würde es immer heftiger, die Böen kamen mit bis zu 25 Knoten, und so beschlossen wir ums Eck zu fahren an einen Ankerplatz, der in der Karte verzeichnet ist, über den aber die Handbücher nichts schreiben. War für einige Stunden auf jeden Fall besser als die Bountybay. In der kurzen Zeit mit dem Schwell hatte es uns unseren Anker tatsächlich verbogen.

Nach der Rückkehr in die Bountybay fuhren Hansi und Tobias mit dem Dingi in den „Hafen“. Hansi meinte Hanga Roa 2.0 – man muss noch mehr aufpassen beim Reinfahren zwischen den Brechern. Zum Einklarieren wurden sie mit nem Quad abgeholt und hoch in die Stadt gebracht und natürlich auch wieder zurück.

Die Gebühr ist pro Erwachsenen zu entrichten, Kinder zahlen die Hälfte, Lena noch nichts, Tobias muss voll zahlen, Antonia wird zum Glück erst im Juli 12. Also $225.
Es geht gibt einen Supermarkt, der geöffnet wird, wenn wir was brauchen. Nudeln oder sowas sei kein Problem, Obst oder Gemüse was halt hier wächst. Hatten wir auch nicht anders erwartet. Derzeit leben hier 38 Menschen, normalerweise sind es 45. Überschaubar.
Morgen hoffen wir alle mal an Land zu kommen. Ob es klappt wird sich zeigen. die Wettervorhersage stimmt hier – oder auch nicht….

Es ist kühl, die Luft hat um die 23 Grad, das Wasser 26 Grad. Aber es hat immer wieder sehr ergiebig geregnet. So sprach Abends nichts gegen selbstgemacht Käsespätzle. Mittags gab es seit langer Zeit zum ersten Mal wieder Laugensemmeln. Sie hielten nur gaaaanz kurz.

[pdatea date=“May 23, 2019″]

22. Mai 2019 / Alkyone / n/a

Ankunft auf Pitcairn

       

Nachts haben wir ziemlich getrödelt und uns mit 2-4 Knoten Fahrt noch versucht segelnd vorwärts zu bewegen. Irgendwann mussten doch die Motoren anschieben und wir haben erst am Vormittag wieder genug Wind gehabt um fast bis zur Bountybay vor Pitcairn zu segeln. Allerdings sind wir erst abends um fünf Uhr dann da gewesen.

Paul (Makore 2) kam schon am Vormittag an, die Uhuru, die wir auch schon vor der Osterinsel liegen gesehen hatten, liegt auch hier. Drei Jachten und sonst nix. Jaja, stimmt ja, wir liegen ja jetzt direkt vor Adamstown, der Stadt hier auf Pitcairn. Beim Näherkommen dachte ich noch die Stadt liege sicher vor unseren Blicken verborgen. Aber es scheinen wirklich nur ein paar Häuser zu sein. Die Insel ist schön grün bewachsen, angeblich bauen sie hier an, was sie so zum täglichen Leben brauchen. Es schaut von See aus aber alles recht unwegsam zu sein. Wir lassen uns mal überraschen. Morgen wissen wir mehr.

Sie Sago wird es wohl leider nicht mehr schaffen uns hier zu treffen, mittlerweile rechnen sie damit am Sonntag hier anzukommen, wir planen aber im Moment am Samstag nach Mangareva weiter zu segeln. Die Jajapami schrieb, dass sie seit Freitag unterwegs auf die Marquesas sind, sehr zur Freude von Tobias, der schon fürchtete, dass Geri es nicht mehr bis Mitte Juli nach Tahiti schaffe. Zumindest der erste Schritt ist getan.

Zumindest am Funk waren die beiden Herren recht guter Laune und sprachen in einem recht britischem Englisch. Morgen ab 7:30 Uhr sollen wir uns melden um die Einreisepozedur zu erledigen und bezüglich der Landing-Fee. Sind mal gespannt wie hoch die wirklich ausfällt. Das Gerücht reicht von $50 pro Schiff bis zu pro Person. Hoffen mal auf ersteres.

Tobias hat seinen 14. Geburtstag somit doch noch fast auf See verbracht. Er freute sich über seine Bananenroulade und auch sein Tauchmesser und ein Tauch-T-Shirt aus Galapagos mit Hammerhai vorne drauf. Heute hatte er bei seinen Telefonaten mit der Familie zuhause über Iridium leider wenig Glück mit der Sprachqualität.