16. August 2019 / Jutta / n/a

Ein herzlicher Empfang in Vuda

       

So herzlich, wie hier in der Marina Vuda in Fidschi sind wir noch nirgends empfangen worden.
Zunächst waren wir uns dank unserer Maschinenpower endlich nach Fidschi gekommen. Die Überfahrt war sehr lau, wenig Wind, stiller Ozean. So hatten wir ihn schon auf dem Weg von Panama nach Galapagos kennengelernt, das restliche Stück aber hat sich der Pazifik so gar nicht von der ruhigen Seite zeigen wollen.
Gegen Mittag waren wir dann vor der Marina und wurden aufgefordert erst einmal an einer der außerhalb liegenden Festmacherbojen zu warten. Bald schon, mitten während des Mittagessens, wurden wir an den Welcomesteg gebeten. Einige Marinamitarbeiter warteten schon und sobald wir festgemacht hatten wurden wir herzlich begrüßt: Welcome to Fidschi! Eigentlich sollte der Kapitän den Blumenkranz um den Hals bekommen, aber da ich Geburtstag habe bekomme ich ihn um den Hals. Schaut lustig aus, kratzt aber ganz schön! Zu dem normalen Ständchen, mit dem jedes Schiffhier empfangen wird, bekam ich noch ein Happy Birthday. Bekommt man nicht zu jedem Geburtstag! Ist der dritte Geburtstag hintereinander für mich, den ich auf der Alkyone feiere.
Im Anschluss hieß es wir müssen an Bord warten bis die Behörden da waren. Zunächst kamen zwei Damen vom Gesundheitsamt, dann wurden wir aufgefordert die gelbe Flagge runter zu nehmen, damit Immigration, Zoll und Biosanitary an Bord kommen können. Zog sich noch ziemlich hin, bis sie kamen. Zunächst mussten wir noch kurz Platz am Steg machen, damit eine havarierte australische Jacht direkt an den Steg geschleppt werden konnte und wir dann längsseits gehen konnten. Die Welt ist wieder mal klein: einer der beiden Männer an Bord war mit auf der Checkmate mit uns im Panamakanal. Marilou, die auch auf der Checkmate ab Panama mitfuhr haben wir auf Tonga getroffen!
Die weiteren Behörden waren verhältnismäßig unkompliziert. Pro Crewmitglied mussten wir gleich zwei Fragebögen ausfüllen. Fragen zu Lebensmitteln, aber auch, ob wir Gegenstände dabei haben, die mit Tieren, Fisch in Berührung kamen, Schuhe oder Fahrräder, die mal Kontakt zu Erde hatten. Folgen hatte dies zum Glück keine. Nur unsere restlichen Obst- und Gemüsevorräte – ein paar Kartoffeln, Knoblauch, Limetten, Kohl, mehr hatten wir eh nicht mehr – zusammen mit all unserem Müll nahmen sie mit. Die gefürchtete Durchsuchung, die hier in Vuda passieren könnte, blieb uns zum Glück erspart.
Kosten für die Einklarierung in Summe etwa 400 Fidschidollar, die erste Nacht in der Marina allerdings schon inklusive!
Schon auf dem AIS hatten wir die Aldivi gesehen, die an Land steht zum Streichen. Wir gehen am Montag raus. Die Mädels waren, sobald sie von Bord durften am Spielen mit Alexa. Hoffe sie kommen in den nächsten Tagen trotzdem wenigstens ein bisschen dazu mit Cyrill Schule zu machen, wenn ich in Deutschland bin.
Schöne, warme Duschen gibt es hier, zum ersten Mal seit Portugal. Den Tag ließen wir im Restaurant der Marina bei einem sehr leckeren Abendessen und richtig super Livemusik ausklingen.
Welcome to Fidschi. Der erste Eindruck zumindest ist sehr gut!

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