5. April 2020 / Jutta / n/a

Seetag nach Suez

       

Die Motoren arbeiten eifrig um uns nach Suez zu bringen. Der Südwind ist leider recht schwach ausgefallen, wie bisher eigentlich immer hier im Roten Meer: der Südwind kürzer und schwächer als vorhergesagt, der Nordwind stärker und länger, als prognostiziert. Wäre sicherlich angenehm, wenn man Richtung Süden möchte, aber für uns ist das ganz schön lästig. Wir sind froh, dass wir dieses Wetterfenster und das davor genutzt haben, da die jetzige langfristige Wettervorhersage keinen neuen Südwind ankündigt. So mussten wir nur gegen schwachen oder Flaute anmotoren und nicht gegen starken Wind. Obwohl wir das im ganzen Roten Meer so versucht haben haben wir etwa 1000 Liter Diesel verbraucht. Wow. Aber wir brauchen fast 2 Liter pro Meile mit dem Bewuchs oder eben nur geputzten Unterwasserschiff. Aber obwohl der Südwind geschwächelt hat, haben wir einen großen Teil segelnd zurückgelegt. Ab Mittag zog immer dichter werdender Nebel auf, so dass wir sogar unser Radar tagsüber nutzen mussten. Das Wasser wird immer kälter.

In Suez können wir uns angeblich mit Diesel und frischen Lebensmitteln versorgen lassen. Und Herbert kann aktiv nach einer Rückflugmöglichkeit suchen.

An Bord ist die Stimmung auch nach 20 Tagen auf See sehr gut. Die Kinder basteln, malen und spielen viel. Wir haben gerade etwas Pause in der Schule eingelegt. Zuhause sind ja jetzt dann auch Schulferien. Wenn wir in Ismailia im Hafen sind wird dafür wieder mehr Unterricht stattfinden (müssen).

Herbert hat noch einen Tunfisch gefangen – leckeres Sashimi, Sushi und ein sehr gutes Abendessen wurden daraus.

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