8. April 2020 / Jutta / n/a

Hafentag 1 in Ismailia

       

Der Liegeplatz an der Pier im Sailing Club der Kanalgesellschaft ist schön ruhig. Die anderen Fahrtensegler hier freuen sich über den Austausch – wir sitzen ja alle irgendwie in einem Boot, wenn auch eigentlich in verschiedenen Booten 🙂 Alle suchen nach einer Möglichkeit weiter zu fahren. Bei Manchen drängt auch die Zeit. Wir wollen erst in 4 Monaten zuhause sein, da haben wir noch viel Spielraum.

Ob wir nun erst einmal nach Nordzypern segeln sollten und dort auf die Werft gehen? Einige wollen nach Griechenland, auch wenn da angeblich alle Häfen geschlossen sind. Auch Sardinien und weiter nach Frankreich ist im Gespräch.

Herbert schaut für alle Orte nach einer Rückflugmöglichkeit nach Deutschland. Sein ursprünglicher Flug war für den 11. April geplant. Von Kairo aus geht der erste Flug überhaupt wieder ab 14.4., Stand heute, und der auch nur mit 2 Zwischenstopps. Direktflüge findet man erst ab dem 2. Mai wieder und wer weiß, ob die dann noch fliegen. Bisher wissen wir auch noch nicht ob Herbert hier überhaupt zum Flughafen darf. Eine blöde Situation.

Was hier im Yacht Club allen aufstößt sind die Lebensmittelpreise. Wir dürfen ja hier nur innerhalb des Yachtclubs rumlaufen, in den Supermarkt dürfen wir nicht. Was wir an Lebensmittel wollen müssen wir über die Marina bestellen. Und die Preise sind gesalzen. Wir sollen das Doppelte des Rechnungsbetrags zahlen, so der Chef der Marina. Die Begründung ist, dass wegen Corona das Restaurant geschlossen ist und wir daher für die Lebensmittel die „Restaurantpreise“ zahlen müssten. Wir haben keine Alternative. Mit unserem Hamsterkauf in Dschibuti und der Nachlieferung in Suez kommen wir noch einige Tage aus. Bevor wir irgendwohin weiter fahren müssten wir noch eine Kleinigkeit nachliefern lassen. Aber wo auch immer wir anschließend hinfahren würden wir versorgt werden während wir dort die 14 Tage Quarantäne absitzen. Und die Preise und das Angebot in der EU sind nicht schlechter als hier.

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