9. Mai 2020 / Jutta / n/a

Virtuelles Leben

       

Gestern Abend hat Hansi noch ewig unser Datenvolumen reduziert indem er per Zoommetting bei der am Freitag stattfindenden Mittwochsregatta der BSV teilnahm. Das Ansegeln am ersten Mai wurde schon per Zoommeeting durchgeführt. Wenigstens gab es dann zur Mittwochsregatta Weißwürste. Wir verpassen offenbar nichts zuhause. Das Leben wird virtuell. Ersetzt es befriedigend die Bedürfnisse sich mit anderen zu treffen? Eigentlich doch klasse. Virtuelles Segeln: Umweltfreundlich – keiner fährt mit dem Auto an den See. Und wenn wir immer alle schön zuhause bleiben kann auch in Zukunft niemand krank werden.

Die Kinder hier sind wenigstens gewöhnt länger nicht raus zu können. Ausgangssperre und Quarantäne sind kein Problem. Schule verpassen sie jetzt auch nicht. Mit Freunden und der Familie können die Kinder ewig telefonieren. Leider haben wir kein Wlan hier. Sehr ungewöhnlich für eine italienische Marina, aber das Wlan ist immer noch kaputt und es durfte bisher keiner zum Reparieren kommen. Wegen Corona, klar. So sind Videotelefonate nur selten möglich, für die Daten sind wir limitiert, ins EU-Netz können wir unbegrenzt telefonieren.

Noch besteht Hoffnung, dass wir irgendwann noch einmal auf unserer verbleibenden Reise die beiden Familienschiffe Aldivi und Polarwind treffen. Die sind beide immer noch im Süden Ägyptens und warten, dass sich die Situation im Mittelmeer klärt.

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