24. November 2018 / Alkyone / n/a

Tag 12 Transatlantik

       

Wenn was schief läuft, dann meist gründlich und meist nicht nur irgendwas, sondern mehr. Heute war so ein Tag.
In der Nacht schon stieg eine Welle ins Achterschiff ein. So richtig schön volle Ladung in die Betten. Jutta zog in die Lotsenkoje, war ihr Bett ja komplett pitschnass.
Nach dem Frühstück spülten die Mädels ab und bei dem Schwell haute es drei Teller selbst noch vom kardanischen Tisch. Ok, runter fiel mehr, weniger waren es dann nachher nur drei Teller. Als alles dann von Scherben befreit war, wollte Hansi noch schnell die heilen Teller in den Schrank räumen und prompt plumpste eine Tasse raus und zerbrach in zig Teile. Also alles von vorn.
Zum Saubermachen hatten wir angeluvt und dabei vergessen das Luk der Mädels zu schließen. Also gab es auch dort frisch gesalzene Bettwäsche.
Beim Wäschewaschen, in der ja glücklicherweise wieder reparierten Waschmaschine, fing diese furchtbar an rumzuklopfen. Hansi zerlegte alles von hinten um nachzuschauen, da es so heiß war, mit offenem Seitenfenstern im Achterschiff. Und, ihr weder es erraten, wenn ich das so anmerke: prompt stieg auch da eine Welle ein und setzte Hansi unter Wasser.
Ende vom Lied war eine doch nur dem wirklich heftigem Seegang beleidigte Waschmaschine, die durchaus schleudert, wenn auch nur mit geringerer Drehzahl, wie gesagt wohl echt zu viel Seegang. Viel Wäsche, stundenlang Generator, etwas weniger Geschirr und blanke Nerven.
Ansonsten geht es uns aber gut. Das ist ja mal die Hauptsache. Lena erfreut sich der frischen Luft im Cockpit – mit Rollsicherung, da wir uns so heftig hin und her bewegen, dass die Gefahr besteht, dass sie an der anderen Seite einschlägt.

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