Artikel zum Schlagwort "Barlovento"

25. Februar 2016 / Alkyone / n/a

FINISH

Südlichste Position der Reise: 65°14,8′ S 046°15,6′ W
–> Nach 31 übersegelten Breitengraden und 3257 zurückgelegten Seemeilen in 38 Tagen, davon 2200 unter Segeln ist unsere Reise von Ushuaia in die Antarktis und über Falkland und Uruguay/Piriapolis nach Buenos Aires nun leider schon zuende.

Seit dem wir den Rio de la Plata hoch segeln wurde das Wasser immer brauner und es gibt sehr viele frei schwimmende Wasserpflanzen hier, die die Häfen hier sogar dazu nötigen eine „Pflanzenschutzbarriere“ vor der Einfahrt zu installieren.
Es hat nun eine Außentemperatur von 36,7° und die Aircondition läuft.
Gestern abend haben wir Neptun mit dem guten Diplomatico-Rum dafür gedankt, dass er uns wohl behütet hat und wir alle inkl. Schiff gut am Ende dieser Reise angekommen sind.
Kurz darauf haben wir die Einfahrt zur Marina Barlovento gefunden und dort festgemacht.
Der heutige Tag wurde dazu genutzt um die Einreiseprozedur durchzuführen und um GROSSREINSCHIFF zu machen.

Liebe Grüße aus der Hitze
eure Putzkolonne

21. Februar 2016 / Alkyone / n/a

1 Hai – 2 Fisch

       

50 nm to go Wind: 18 kn aus NO COG: 340, SOG: 6,0 kn Wassertemperatur: 21,5, Außentemperatur: 24,8C, Innentemperatur: 23,3C Luftdruck: 1014,3 hPa Besegelung: Groß im 3. Reff, Rollfock und Klüver etwas eingerollt.

Man merkt, dass wir uns den wärmeren Gefilden nähern! Tagsüber Wassertemperatur über 20°C – Auentemperatur 25°C – im Schiff über 30°C. Die Kleidung schwindet und die Eiswürfel in den Drinks werden mehr. Hansi und Saar haben kurz einen Hai neben dem Schiff beobachten können, dessen Rückenflosse sich wie im Film langsam durchs Wasser bewegt hat. Es sind zwei Fische an die Angel gegangen: wahrschienlich ein Thunfisch und ein Seebarsch. Beide waren klein genug, dass wir sie nicht ans Meer zurck gegeben haben –> DANKE Mutter Natur! Es wurden zwei nötige Duschen auf dem Achterdeck genommen, ein sonntäglicher Rotwein-Nutellakuchen gebacken und verspeist, ein Tanker verflucht, der unsinnigerweise glaubte vor unserem Bug herfahren zu müssen, in der Sonne gelegen, Sundowner getrunken und last but not least ein Teil des Thuns als Vorspeise roh mit Sojasauce und Wasabi gegessen und den Seebarsch mit Olivenöl, Salz, Pfeffer, Zwiebeln, Knoblauch und viel Liebe vom Kapitän (Zitat: Tuna is no Fish – today we eat a real fish!) im Ofen zubereitet und mit Weißwein verzehrt. Mmmhmmm! Morgen Früh werden wir voraussichtlich in Piriapolis ankommen und dank einer Plannäderung schon abends weiter nach Barlovento fahren (ca. 170 nm). Liebe Grüße von einer verschwitzten Crew eure Atlantikhaie

P.S.: gerade einen Adrenalinschub beim öffnen des Gefrierfaches gehabt, um Eiswürfel rauszuholen – komischer Gedanke beim Cocktails-von-der-Pantry-zum-Salontisch-transportieren und Gefrierfachöffnen Adrenalin zu spüren aber nicht, wenn ich dem Fisch in die Augen schaue, während er seinen letzten Atemzug tut und dabei pinkeln muss……. 

20. Februar 2016 / Alkyone / n/a

Atmberaubender Sonnenuntergang

       

187 nm to go
Wind: 15 kn aus NO
COG: 000°, SOG: 4,0 kn
Wassertemperatur: 21,6°, Außentemperatur: 20,0°C
Luftdruck: 1015,3 hPa
Besegelung: underway using engine, Groß ohne Reff

Die kulinarische Verwöhnung lässt nicht nach:

  • Frühstück: French-Toast
  • Lunch-Snack: Melone mit Schinken + Brot und Käse
  • Dinner: Brokkolisuppe + Mousaca + Rotwein + zum Nachtisch eine sehr spezielle Fertigmischung aus Falkland inkl. Götterspeise, Vanillepudding und Streusel ala Hansi goes shopping without his glasses 😀

Anders als erwartet konnten wir die ganze Nacht segeln und mussten erst kurz vor dem Abendessen mangels Wind und wegen Windrichtung die Maschinen anwerfen. Der Himmel: strahlend blau; die Sonne: warm und freundlich; die Seevögel insbesondere Albatrosse: verlassen uns nicht; das Meer: seltsame Struktur am Abend, sieht aus wie animiert, als würde man durch eine ölige blaue Masse fahren; der Sonnenuntergang: atemberaubend, farbenfroh, intensiv; der Mond auf der anderen Seite des Großsegels: groß, rund, strahlend über dem pink, lila, blauen Horizont; der Sternenhimmel: klar und beleuchtet durch den hellen Mond.

Es ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl mit der Alkyone auf dem offenen Meer unterwegs zu sein. Man steht an Deck sieht sich um und außenherum ist NICHTS und doch ALLES. Mann kann nicht anders als tief einzuatmen und glücklich zu sein über… nun ja nichts und alles und alles dazwischen…….

Am Montag werden wir voraussichtlich in Piriapolis ankommen und am Mittwoch in Barlovento (Hafen bei Buenos Aires). Am Donnerstag ist Klarschiff angesagt und für Abends haben wir Heiner und Helly zum Thunfischessen eingeladen. Am Freitag um 17:00 gehen die Flüge für Markus und Hansi nach Paris.

Liebe Grüße von zufriedenen Seemännern mit vollen Bäuchen