Artikel zum Schlagwort "Flaute"

5. September 2018 / Keine Kommentare

Weiter nach Portugal

Der Versorgungstrupp hat heute beide Fahrräder gepackt und kam gut vollgeladen wieder an Bord. Erst einmal sollten wir nicht verhungern, auch wenn die Kids hier derart viel futtern, dass man schon anfängt zu zweifeln, wo sie das alles hinstecken. Früher war ein halbes Pfund Nudeln völlig ausreichend für uns, von jetzt auf gleich muss es ein ganzes Pfund sein. Auch bitte 2 dick beladene Bleche Pizza oder 3 Bleche Flammkuchen oder eine Portion Lasagne für 6 Erwachsene ist kein Problem…

Am Nachmittag sind wir dann in Vigo aufgebrochen um den eigentlich vorhergesagten Wind zu nutzen. Dass es in der Bucht von Vigo noch ruhig war, ist normal. Aber dass es dann auch draußen absolut keinen Wind hatte, war schon sehr enttäuschend. Mangels eines ruhigen Hafens bzw. Ankerplatzes dazwischen, sind wir dann doch bis zu unserem geplanten Ankerplatz in der Flussmündung des Río Miño, der die Grenze zwischen Spanien und Portugal bildet, motort.
Die Einfahrt ist ganz schön schwierig, minimale Wassertiefe laut Karte lag bei einem Meter und das bei Dünung. Aber die Karte stimmte wieder perfekt und bei dem Niedrigwasser konnten wir auch die Sandbänke (nicht eingezeichnet) gut sehen. Nun liegen wir schön ruhig direkt vor zwei Motorbooten der portugiesischen Policia Maritima und sind gespannt, wann sie ihren obligatorischen Besuch abstatten.

Es ist weiter kühl, mit Glück zeigt unser Thermometer 20 Grad an. Morgen soll es wieder besser werden.

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5. August 2016 / Keine Kommentare

Kein Wind mehr

Seit heute Mittag fast völlige Flaute, Doldrums eben. Die ITC ist hier an der Südamerikanischen Küste zwar sehr schmal, aber dennoch existent. Ab Abend sollte es wieder Wind haben, drum hab ich beim ersten Windhauch auch wieder Segel gesetzt (und die Maschinen ausgemacht) aber leider ist das bisher sehr, sehr dünn, soll im Laufe der Nacht langsam besser werden.
Ansonsten war heute nix los, außer zwei Frachtern die direkt entgegen kamen, bin wohl auf der falschen Fahrbahnseite 😉

19. Februar 2016 / Keine Kommentare

Mal ein ruhiger Tag

Do 18.02.2016 21:00
Position: 41°54,7’S 055°30,8’W
422 nm to go
Wind: 10 kn aus N
COG: 030°, SOG: 5,5 kn
Wassertemperatur: 16,6°, Außentemperatur: 18,0°C
Luftdruck: 1008,4 hPa
Besegelung: underway using engine, Groß im ersten Reff zur Stabilisierung

Nach dem schönen Segeltag gestern, war heute schlichtweg Flaute, wir motorten gemütlich vor uns hin, haben ein paar kleine Reparaturen durchgeführt und uns auf den Frontdurchgang morgen früh vorbereitet. Schwerwetterfock liegt gerefft (18m2) bereit, angesagt sind bis zu 40 Knoten.

Weiter schreibt jetzt Sinje:

Nach dem Frühstück habe ich die Gelegenheit genutzt bei wenig Lage mal wieder (seit Falkland) unter die Dusche zu springen. Danach wurde die kurze Hose ganz hinten aus dem Schrank gefischt, denn die werde ich jetzt wohl häufiger brauchen. Allgemein war der Dresscode für heute sehr locker, luftig und leicht.
Ich lese gerade das Buch „Der verschenkte Sieg“ von Bernard Moitessier. Moitessier segelte im Rahmen einer Einhand-Regatta von England aus mit seinem Schiff Joshua um die drei großen Kaps (Kap der guten Hoffnung, Kap Leeuwin und Kap Hoorn), doch anstatt danach in den Zielhafen zurückzukehren, um sich Ruhm und Geldpreis zu sichern, segelte er weiter bis nach Thahiti um dort seinen Frieden zu finden abseits der kaputten, modernen Welt. Es ist sehr berührend und zum Nachdenken anregend, was er schreibt und viele seiner Gefühle und Eindrücke, die er während dieser beeindruckenden, einzigartigen Reise beschreibt, kann ich während unserer „kurzen“ Reise von Falkland nach Buenos Aires sehr gut nachempfinden.

Wir senden allen fleißigen Lesern und Leserinnen ganz liebe Grüße
Ich freue mich schon darauf in Buenos Aires anzukommen, um endlich mal wieder ausführlich zu kommunizieren.
(Obwohl ich es sehr genieße nicht erreichbar zu sein, das ist schon ein ziemlicher Luxus 😉 )

7. Februar 2016 / Keine Kommentare

Luft raus

Die Drake Strasse haben wir hinter uns. Jetzt ist komplette Flaute, wir motoren im pottendichten Nebel (Sichtweite unter 20m) und hoffen, dass unser Radar alles sieht was wir nicht sehen können. Die Crew genießt es endlich nicht mehr durchgeschüttelt „an der Wand lang laufen“ zu müssen. Wir wollten eigentlich morgen früh Sea Lion Island, das ist eine kleine zu Falkland gehörende Insel besuchen, aber die Behörden in Falkland legt größten Wert darauf, dass wir zunächst „Her Majesties Customs“ in Port Stanley unsere Aufwartung machen. Also geht es erst mal direkt nach Port Stanley, wo wir morgen am späten Abend eintreffen wollen.

Viele Grüsse von (siehe Foto)

Sir Francis Drakelton (der mit der Brille und dem roten Schnabel)
und Sergej Amundsen (das ist der mit dem schwarzem Schnabel und der gelben Mütze, ihn haben wir in Vernadsky geschenkt bekommen)
und natürlich Tux, der ist nur als Tourist dabei