20. Dezember 2019 / Jutta / n/a

Ein kurzer Ausflug nach Georgetown

       

Sightseeing hatten wir in letzter Zeit reichlich, daher ist die Motivation bei der Crew nicht allzu groß schon wieder in einer Großstadt auf Besichtigungstour zu gehen. Aber man muss wirklich feststellen, dass die Kinder erstaunlich brav mitlaufen. Zunächst marschierten wir zur schon wieder fast einen Kilometer vom Liegeplatz entfernten Bushaltestelle. Laut Google Maps dauert die Fahrt in die Stadt 1h 20 min, für etwa 8 Kilometer, zu Fuß fast genauso lange. Wir haben uns schon gewundert und freuten uns dann dass das nicht stimmte. Nach gut 20 Minuten waren wir bereits in der Innenstadt, für 9R für uns alle zusammen.

Dort wanderten wir einen Rundgang durch das alte Georgetown ab. Viel Wandmalerei, viele Stahlkunstwerke vor Hauswänden. Wieder ein paar Tempel: ein taoistischer Hock Teik Cheng Sin-Tempel, der ältesten Moschee der Stadt, der Masjid Melayu, dem hinduistischen Sri Mariamman Tempel und dem chinesischen Goddess of Mercy Temple.

Sehr gut gefallen hat uns das Clanhaus. Diese Gebäude dienten als Versammlungsort von chinesischen Familien gleicher Herkunft und gleichen Familiennamens, die fern der Heimat die Traditionen pflegten. Man kann den Wohlstand Khoo-Clans, denen das Clanhaus Khoo Kongsi gehört, erkennen. Das Dach ist voller Figuren aus buntem Porzellan, innen lauter Ahnentafeln, wo ersichtlich ist, dass die Mitglieder an großen Universitäten der Welt ihre Ausbildung gemacht haben.

Georgetown ist, wie Melaka, seit 2008 auf der UNESCO Liste als Weltkulturerbe. Das führt aber dazu, dass sich nur die Reichen das Leben in der Altstadt reichen können und die Normalverdiener in die Hochhäuser verdrängt werden, die wie

aus dem Boden sprießen. Bei der Anfahrt auf Georgetown hatten wir eine Skyline, die fast der von Singapur oder Panama glich.

Nach einem guten Mittagessen, heute mal in einem Restaurant und nicht im Hawker-Center ging es wieder im Bus zurück. Sicher kann man Tage damit verbringen Georgetown zu besichtigen, für uns reicht dieser Eindruck. Wie gesagt: wir hatten jetzt eine Ewigkeit nur Stadt, Stadt, Stadt: Singapur, Melaka, Kuala Lumpur und nun Georgetown. Das reicht. Aber schön dort gewesen zu sein.

Am Abend lud das Marina Office zu einer Weihnachtsfeier ein, alle Segler und anscheinend auf die Angestellten der Marina waren eingeladen. Es gab Getränke, lokales Essen und viel Gelegenheit zum Quatschen. Die Kinder freuten sich in der Marina-Bibliothek durch Bücher blättern zu können und Lena genoss den sauberen Boden im Office um ihre Lauffertigkeiten zu verbessern.

Nach der Rückkehr von der Feier legten wir gleich ab Richtung Langkawi, wo wir morgen vormittag ankommen wollen und dann erst einmal bis nach Weihnachten verweilen. Die Ruhepause tut uns sicher allen gut.






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