Artikel von 30. November 2019

30. November 2019 / Jutta / n/a

Es weihnachtet in Singapur

       

Morgen ist der 1. Advent. Irgendwie kommt es uns hier so vor, als ob das nur für Deutschland zutrifft und nicht hier. Wir schwimmen im Pool, jammern über die Hitze und freuen uns sogar über erfrischende Regenschauer. Obwohl ich sonst kaum schwitze und selbst in der Sauna ewig brauche, bis ich auch nur ein bisschen Schweiß vorweisen kann, schwitze ich mich hier täglich nass.
Und in der Stadt fand auch noch ein Marathon statt. Wow.

Mit Bernadette hatten wir uns eigentlich am Eingang zum Christmas Wonderland verabredet und wir hatten vor schon früher noch etwas in der Stadt anzuschauen, aber dann hat Alejandro denselben Shuttlebus in die Stadt genommen und so trafen wir dann schon in einem Hawker-Center auf den Rest der Cldivi-Crew. Nach dem Essen im historischen Telok Ayer kämpfte wir uns durch die Absperrungen wegen des Marathons bis zu den Garden by the Bay und dem dort stattfindenden Weihnachtsmarkt. Zum Glück kamen wir versehentlich bei einem Nebeneingang an, denn als wir nachher am Haupteingang raus gingen standen dort richtige Menschenmassen an. War schon nett, aber ein deutscher Christkindlmarkt oder Tollwood ist schon eine ganz andere Sache. Viele Lichter, bunte Geschenke, Schnee – ja, es hat dort geschneit!!!!! Schaum 🙂

Im Anschluss waren wir noch auf der anderen Seite der Marina Bay Sands und haben die Lichtershow Spectra betrachtet. Die fanden wir wirklich richtig super. Das war bisher das Einzige, was die Kinder sagten, dass sie wirklich wichtig finden, dass Hansi das noch sieht, wenn er wieder kommt.

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29. November 2019 / Jutta / n/a

It‘s raining cats and dogs

       

Am Vormittag war noch schönstes Wetter und als wir nach der Schule im Pool waren haben wir noch die ersten Wolken herbeigesehnt. Dann fing es richtig an zu regnen, nicht nur ein bisschen oder kurz mal heftig. Auch tolle Blitze waren zu sehen und beim Donner zuckten alle zusammen, so nah und laut war es. Und beeindruckend: es wollte so gar nicht mehr aufhören. Es goss und goss und goss. Angeblich etwa 90mm. Erst am Abend wurde es wieder trocken.

Wir hatten damit gerechnet, dass es früher wieder aufhört und waren als es weniger regnete aufgebrochen. Leider nur eine Regenpause, wie sich rausstellte. Die Gardens by the Bay haben wir nur kurz am Rand besucht und beschlossen die nächsten Tage doch mal ins Winter Wonderland zu gehen, da wir sonst nicht viel dieses Geländes sehen könnten.

So waren wir noch kurz in einer Mall und sind ganz viel Metro gefahren – besonders die führerlosen Züge waren natürlich der Hit bei den Kindern. Bei nem weiteren Regentag würden wir die Kinder wohl am glücklichsten machen, wenn wir von früh bis spät Metro fahren würden 😉

Wir zwei Juttas haben dann die Kids mit dem Shuttlebus allein zurückgeschickt in die Marina und sind noch alleine Shoppen gegangen. Klingt cool – waren aber nur ganz brav im
Supermarkt. Irgendwas machen wir falsch. Beim nächsten Mal gehen wir (auch) gemütlich was trinken!!!

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28. November 2019 / Jutta / n/a

Ein ruhiger Tag

       

Auch mal ein Tag Pause beim ganzen Sightseeing muss sein. Zumal Tobias sein Paket mit der GoPro sehnsüchtig erwartete und auch unsere Lieferung von vollen Flaschen für Sodastream heute kam.
Ganz faul waren wir trotzdem nicht: die Vorräte in der Bilge bräuchten eine Inventur, die Kinder hatten am Vormittag mit Jutta (Polarwind) Schule und die sportliche Betätigung beim Schwimmen und Plantschen darf man ja auch nicht unterschätzen.

Bernadettes Vater hat heute seinen Geburtstag gefeiert. Leider sind seine Enkel alle krank, daher musste er sich mit Alejandro begnügen um Singapur zu erkunden. Über den von uns extra gebackenen Bienenstich hat er sich sehr gefreut – und wir uns über die Einladung zu einer leckeren Pizza in der Pizzeria der Marina.

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27. November 2019 / Jutta / n/a

Fremdenführer Han

       

Gestern Abend war noch Aldivi gekommen, aber leider waren sie so spät dran und wir dann auch so müde, dass wir nur noch kurz hallo sagen konnten. Nicht nur unsere Kinder haben demnach einen Virus in Indonesien aufgeschnappt, der ihnen Husten und Schnupfen bescherte. Zum Glück sind unsere Kids recht wenig krank gewesen bzw. husten noch etwas vor sich hin, die Aldivi-Kinder hat es richtig erwischt, daher konnten sie auch dann am Abend nicht mit.

Der Polizist, mit dem Tobias in Bali zusammen im Tauchkurs war, hatte uns schon mit tollen Tipps versorgt gehabt, sobald wir hier ankamen. Heute hat er uns für den Abend eingeladen das lokale Essen zu probieren. So trafen wir uns um halb sieben im Maxwell Food Center, einem sogenannten Hawker Center, wo man an den Ständen sein Essen holt und diese dann an den zahlreichen Tischen verzehrt. Wir bekamen von ihm eine Packung lokalen Tee und Kaya Jam geschenkt. Wow. Anschließend lud uns Han auf Hühnchen mit Reis, gebratenes Schweinefleisch, etwas mit Austern, einer Art Rettichrührei und gebratenem Pak Choi ein. Dazu gab es Zuckerrübensaft, eine Kokosnuss und Milo (Schokogetränk). Manches schmeckte uns sehr gut, die Austern beispielsweise weniger 🙂

Bevor wir wieder zurück auf die Alkyone fuhren führte Han uns noch durch die Chinatown, erklärte uns dieses und jenes und setzte uns schließlich in der richtigen Metro ab. Welch ein super toller Service.
Am Montag wollen wir mit ihm gemeinsam in den Zoo gehen, er könne sogar ein paar kostenlose Eintrittskarten über seine Arbeit organisieren. Hoffentlich ist Aldivi bis dahin wieder ganz fit.

26. November 2019 / Jutta / n/a

Sightseeing in Singapur

       

Viel haben wir von Singapur noch nicht gesehen, bis heute hatten wir es nur von See aus begutachtet, heute wenigstens waren wir auch in der Stadt und nicht nur bis zum Supermarkt.
Komfortabel ließen wir uns alle mit dem Shuttlebus zur MRT-Station bringen. Dort besorgten wir uns dann eine EZ-Link-Karte, die man auch wieder aufladen kann. Bei der langen Zeit, die wir hier sind, lohnt sich das. Die Metro fährt von uns aus erst einmal oberirdisch, so dass wir noch Einiges auf den Weg in die Innenstadt sehen konnten. Beeindruckt waren die Kinder natürlich vor allem von den führerlosen Zügen und den Bahnsteigtüren.

Zunächst ging es zum Raffles Hospital, wo wir einen billigen Buggy für Lena entgegennahmen, damit wir sie in Singapur nicht dauernd rumtragen müssen. Sonst haben wir bisher keinen gebraucht, die Wege waren meist auch nicht sonderlich geeignet für Kinderwägen und werden es wahrscheinlich auch nach Singapur schon wieder nicht sein.

Auf dem anschließenden Weg bis zum Merlion, dem Wahrzeichen Singapurs mit einem Löwenkopf und einem Fischschwanz, konnten wir schon reichlich viele und für uns witzig geformte Wolkenkratzer bestaunen. Das obligatorische Foto mit dem Merlion und den Marina Bay Sands im Hintergrund haben wir natürlich auch geschossen. Wobei der Wind ungünstig stand und der erste Versuch erst einmal in einer erfrischenden, aber durchaus willkommenen Dusche endete.

Zum Abschluss bestaunten wir noch gemeinsam die Angebote in en hiesigen Shopping-Mails bevor wir total müde auf die Alkyone zurückkehrten.


25. November 2019 / Jutta / n/a

Neues Bötchen

       

Wir haben uns ein Neues kleines Bötchen zugelegt. Hübsch, nicht? Am liebsten wären die Kinder damit ewig im Hafen rumgepaddelt.

Unser altes Dinghi, Produktionsjahr 2003, ist schon in die Jahre gekommen. Erstaunlicherweise immer noch absolut dicht und soweit gut, aber die Griffe lösen sich langsam ab und so wahrscheinlich auch in nicht allzu langer Zeit der Rest auch.
Hansi hatte in Jakarta, Phuket und Singapur angefragt: hier war das mit Abstand beste Angebot, ok, Jakarta wäre auch keines in unserem Zeitrahmen lieferbar gewesen. Nun hat der Herr von Highfield heute das neue Dinghi ausgeliefert: fertig aufgepumpt, Ruder montiert, Vorleine, alles. Unsren Außenborder hätte er natürlich auch noch montiert, aber das macht Hansi dann.

Nun liegen zwei Beiboote auf dem Vordeck: hoffentlich wird das Alte noch abgeholt. In Singapur kostet die Entsorgung sonst natürlich auch was.

Eigentlich wollte Mirabella heute fahren, aber ihre Starterbatterie hat den Geist aufgegeben. Als die Kinder das hörten jubelten sie ganz laut. Des Einen Freud, des Anderen Leid. Polarwind kam heute auch noch an. So war im Pool einiges los.

24. November 2019 / Jutta / n/a

Meerjungfrauen in Singapur

       

Dass Mädels im Alter unserer Mädels auf Meerjungfrauen stehen und diese Flossen der absolute Hit sind ist ja irgendwie für uns westliche Gemüter nachvollziehbar. Aber eine ganze Horde junger Frauen, inklusive einem Mann, als Meerjungfrauen, Entschuldigung, Meermann – ok.
War ganz witzig anzuschauen.

Die Kinder sind absolut begeisterst vom Swimmingpool in der Marina. Auch der Ausflug auf den Spielplatz im Park kam bei den Kindern sehr gut an. Auch wenn es ab Mittag immer wieder regnet, der das ist hier eine sehr willkommene Erfrischung!

Am Abend machte sich Hansi dann auf den Weg zum Flughafen um für zwei Wochen nach München zu fliegen. Dafür kommt morgen die Polarwind und übermorgen die Aldivi, auch wenn uns Mirabella morgen leider schon verlässt. Wir sind also erst einmal nicht alleine.

23. November 2019 / Jutta / n/a

Einkaufen in Singapur

       

Gestern kamen wir nicht mehr dazu viel zu organisieren. Heute war dann Kerry im Marinabüro, mit der wir unterwegs schon Kontakt hatten und so ratschten wir eine ganze Weile mit ihr. Ihre Eltern kommen aus Deutschland und Malaysia, geboren wurde sie in Singapur. Für uns ist das natürlich perfekt.
Aus unserem alten Beiboot haben wir inzwischen all unsere Sachen ausgebaut und es in Facebook Marketplace hier in Singapur eingestellt. Das Entsorgen eines alten Dinghis hier ist nicht so einfach, also hoffen wir, dass der Typ, der sich auch bald meldete, es dann wirklich nächste Woche am Samstag abholt. Unser Neues soll schon am Montag kommen.
Am Nachmittag fuhren Tobias und ich mit dem Marina Shuttle Bus zur Clementi Mail wo wir erst einmal eine lokale SIM-Karte kauften. Nun sind wir wieder mobil erreichbar, auch wenn das WLAN der Marina ausnahmsweise mal echt gut funktioniert. Im Schiff nicht, im Cockpit ja und im Restaurant perfekt. Warum schaffen das andere Marines nicht?
Das Einkaufen war für uns wieder positiv: fast wie in Australien. Die Preise sind auch völlig in Ordnung, nicht so preiswert wie in Indonesien, dafür bekommt man aber auch alles, was das Herz begehrt. Bier und alkoholische Getränke generell sind sehr teuer. Aber wenn das alles ist? Kerry riet uns auch viel online zu bestellen, der Supermarkt, wo wir heute waren liefert auch bei Onlinebestellung ab 70$ kostenlos. Werden wir auf jeden Fall nutzen und nicht alles selbst schleppen.
Die Marina ist gleich neben dem Containerhafen, dem größten der Welt. Interessant anzuschauen und von der Lautstärke her haben wir weitaus ungemütlichere Häfen erlebt. Dank dem Breakwater liegen wir auch wirklich ruhig. Was will man mehr?

22. November 2019 / Jutta / n/a

Ankunft in Singapur

       

Nachdem wir noch rechtzeitig bevor die Strömung zwischen den Inselchen kenterte im Norden der Insel Galang ankamen schliefen wir ab halb vier Uhr morgens noch ein paar Stunden bei der Insel Nongsa bevor wir noch vor dem Frühstück aufbrachen zu den sogenannten Sister’s Islands um unser Kommen in Singapur anzumelden.
Von unserem Agenten hatten wir genaue Vorgaben bekommen wo wir wann über welchen Kanal wen zu rufen haben. War gar nicht so einfach, da sämtliche Kanäle völlig belegt sind. In Indonesien war es üblich, dass sämtliche Funker auf Kanal 16 quatschten und quatschten. Diese indonesische Mentalität mischt sich nun mit der singapurischen Geschäftigkeit. So ist kaum ein Durchkommen über Funk.
Auf unsere obligatorische Anmeldung, dass wir nun das Verkehrstrennungsgebiet kreuzen erhielten wir keine Antwort. Sie schienen schon beschäftigt genug all die Großschiffe unter Kontrolle zu halten.
Das Einklarieren war ein Klacks. Zunächst kontrollierte uns die Polizei, die per Boot zu uns kam und in einem Kescher die Dokumente entgegen nahm. Die Immigration kam dann wenig später und auch das dauerte nicht lange. Wir hatten ja etwas Bedenken, wie sie auf unsere „Last Port Clearance“ reagieren, die wir ja von Thursday Island, Australien, haben und nicht aus Indonesien. Sie fragten woher wir kommen, wie lange wir gebraucht hätten (gut 4 Wochen) und stempelten im Pass direkt neben die Ein- und Ausreisestempel von Indonesien. Ah ja. Scheint gewohnte Praxis zu sein.
Im Republic of Singapur Yacht Club, was man vom Namen her nicht unbedingt vermuten würde der mit Abstand billigste Hafen in Singapur, sogar billiger als so manche Häfen um Singapur herum, bekamen wir einen schönen Platz an der Pier und wurden von den Mitgliedern, denen wir begegneten, herzlich empfangen.
Mirabella ist auch hier, leider waren sie am Abend schon mit Freunden verabredet, aber auch alleine ließen wir uns das Essen in „The Wharf“ schmecken. Morgen steht dann für die Kinder sicher ausgiebigeres Spielen mit den Kindern der Mirabella auf dem Programm, und Pool, und und und


21. November 2019 / Jutta / n/a

Endspurt nach Singapur

       

Wirklich müde standen wir tapfer um fünf Uhr morgens auf und machten uns auf den Weg weiter Richtung Singapur. Um Lingaa herum und die daneben liegenden Inseln hatte es noch Gegenströmung von bis zu 1,5 Knoten, aber wenn wir nicht so früh gefahren wären hätten wir dann bei den Inseln kurz vor Singapur etwa 3 Knoten gegenan. Und daher wollen wir um zwei Uhr morgen früh dort ankommen.

Der Agent hat uns die nötigen Papiere zum Einklarieren geschickt, nur leider hatte er die Mail doch nicht ganz gelesen, da wir auf Sailmail keine großen Anhänge erhalten können. So musste Johannes wieder mal einspringen und uns die umformatierten Dateien zusenden.

Anfangs musste wir motoren aber schließlich hatten wir doch noch Glück und konnten ein gutes Stück segeln. Die Indonesier haben wirklich ein Gottvertrauen oder an was die jeweiligen Fischer halt so glauben, denn sie fahren ohne Beleuchtung, ohne AIS herum, das Radar gibt auch kein Signal. Teils hört man sie dann direkt neben einem Knattern und erschrickt fürchterlich. Manche wissen zumindest, dass sie gefährlich leben und leuchten einen dann heftig an. Auch große Tankschiffe, die mitten drin vor Anker liegen sind nicht immer von Weitem erkennbar: kein AIS, wenig Beleuchtung. Wenigstens funktioniert bei ihnen das Radar zuverlässig.

Lena sitzt übrigens aufrecht auf dem Foto.