16. März 2020 / Alkyone / n/a

Abschied von Dschibuti

       

Ohne Probleme zu bekommen ging Alejandro gestern noch einmal an Land um Eier zu kaufen. Die, die er von Mustique erhalten hatte waren alle verdorben. Klasse. Und für einen Mexikaner sind Eier lebensnotwendig, ein Frühstück ohne Eier ist kein Frühstück. Aber ansonsten ist der Hafen geschlossen. Fast alle Yachten haben sich heute auf den Weg nach Suakin im Sudan gemacht. Wir sind direkt nach dem Frühstück gestartet. Dschibuti liegt wie immer im Dunst.

Eine Yacht ist uns entgegengekommen, die eigentlich nach Dschibuti rein wollte. Sie fragten uns dann was denn eigentlich im Hafen los sei und ob es Sinn mache trotzdem einzulaufen. Als wir ihnen sagten, dass sie zwar wahrscheinlich keine Erlaubnis bekommen an Land zu gehen, aber sicher sich versorgen lassen können, sind sie dann doch uns Richtung Norden gefolgt. Auch diese Yacht war sicher mindestens 14 Tage unterwegs, trotzdem dürfen sie wegen Angst vor Corona nicht einlaufen?

Ob wir in Suakin an Land können? Oder fahren wir weiter nach Ägypten und müssen dort in eine 14-tägige Quarantäne, obwohl wir aus einem Land ohne Corona kommen? Wir werden sehen. Vorräte haben wir für 6-8 Wochen an Bord, Obst und Gemüse zwar natürlich nicht, aber im Falle einer Quarantäne würden wir sicher versorgt werden.

Zunächst ging es unter Motor los, am Nachmittag dann könnten wir auf Segel wechseln. Wir wollten auf kürzestem Weg zum Korridor kommen und auch in dessen Nähe fahren, da es erst vor ein paar Monaten an der nördlichen dschibutischen Küste einen Zwischenfall gab. Gegen Mitternacht werden wir die Engstelle Bab el Mandab passieren.

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