Artikel zum Schlagwort "Bretagne"

22. August 2018 / Keine Kommentare

Abschied

Nach einer größeren Einkaufstour stand der Abschied von den Großeltern an. Die Kinder verkrafteten es heute erstaunlich gut, hatten sie ja schon einige Übung im Abschied nehmen. Den Großeltern fiel es weitaus schwieriger, auch wenn geplant ist, dass sie uns Anfang des nächsten Jahres in der Karibik treffen.

Anschließend legten wir ab für den Schlag über die Biskaya mit Ziel La Coruña, wo wir voraussichtlich in gut zwei Tagen dann sein werden. Für die Kinder ist es der erste längere Seeschlag.

21. August 2018 / Keine Kommentare

Océanopolis

Der Grund für den Aufenthalt in Brest war unter Anderem der Besuch des Océanopolis. Ein wirklich schönes Aquarium. Dort konnten wir viel über die Wasserlebewesen der Bretagne lernen, aber auch schon einen kleinen Vorgeschmack auf die Karibik bekommen. Die Arktis lassen wir ja lieber aus, war dennoch sehr interessant ihr einen Kurzbesuch abzustatten.

20. August 2018 / Keine Kommentare

Im Nebel nach Brest

Weiter ging es heute „um die Ecke“ nach Brest. Vormittags reichlich Nebel, zum Glück haben wir AIS und Radar, so wusste man schon was man in den Nebelschwaden suchen musste. Erst gegen drei Uhr am Nachmittag klarte es wirklich auf (das Foto ist kurz davor angenommen).

In Brest warteten schon die Großeltern auf uns. 

19. August 2018 / Keine Kommentare

Es schaukelt so, mir ist schlecht

Diese Worte kennen wir schon von den kleineren Törns, die wir mit den Kindern gesegelt sind. Vor allem Antonia leidet sehr schnell an Seekrankheit. Und seekrank macht das Segeln ja nun wirklich keinen Spass und Kindern schon gleich zweimal nicht. Wir werden uns also als erstes Projekt auf dieser Reise mit diesem Problem befassen müssen. Als Anhänger der klassischen Schulmedizin halte ich nichts von all dem Hokuspokus-Akupressur-„ich muss nur an Deck bleiben“ Unsinn, vielmehr habe ich mich tief in die Physiologie der Seekrankheit eingearbeitet und versuche schon seit vielen Jahren mit ganz klassischen pharmakologischen und „mechanischen“ Methoden dem Problem zu Leibe zu rücken. So haben wir das auch bei unserem ersten Schlag gestern gemacht.

Von Roscoff nach L’Aber Wrach mit Maschine gegenan Strömung von achtern, Seegang zu Kotzen 🙂 Wer das  Revier kennt, weiß wie das aussieht, selbst bei recht moderaten 4-5 Bft

Es hat aber dann doch keiner der See sein Frühstück geopfert. Das bewährte Dimendydrinat (Vomex) rechtzeitig eingenommen (ein bis anderthalb Stunden vor Abfahrt), das ist ganz wichtig(!!!!) haben bei Antonia fast Wunder gewirkt. Sie war recht aufgeweckt, ganz begeistert, dass ihr nicht schlecht wurde und hat auch zu Mittag gegessen. Da Andrea bisher wenig Probleme mit Seekrankheit hatte, hatte sie darauf verzichtet, wurde prompt seekrank und hat dann erst was genommen, mit weitaus schlechterem Ergebnis. (Es war ihr trotzdem noch schlecht, sie wurde sehr müde und gegessen hat sie nichts mehr). Fazit: im Zweifel gleich vor der Abfahrt was nehmen, denn dann ist auch die Nebenwirkung (Müdigkeit) viel geringer. Wer sich dann noch körperlich etwas schont und bequem und entspannt sitzt, der wird wenig Probleme haben. Und bei den längeren Schlägen wird nach ein paar Tagen, das ganze Problem hoffentlich eh vorbei sein.

Jetzt liegen wir hier tief hinten im Fluss vor Bug und Heckanker und warten für die Fahrt nach Brest bis der Wind weniger ist.

17. August 2018 / Keine Kommentare

Roscoff

Wir liegen hier bei Traumwetter in Roscoff. Das Trockenfallen bei Niederwasser haben wir gleich mal genutzt und noch die Zinkanoden an den beiden Propellern getauscht und die Stellen am Unterwasseranstrich, welche beim Kranen beschädigt wurden, ausgebessert.

Morgen geht es dann (wohl mit Motor) weiter nach Westen. Zunächst nur gut 30 sm nach l’Aber Wac’h

16. August 2018 / Keine Kommentare

So allmählich geht es los

Das Schiff ist nun eingeräumt, fast alles hat einen Platz gefunden und heute geht es erstmal durch die Schleuse von Morlaix nach Roscoff. Dort wollen wir dann auf das passende Wetter warten um aus dem Englischen Kanal rauszukommen. Die schönen Sommerlagen mit östlichen Winden sind weitgehend vorbei, in der Biskaya gibt es sie noch, aber der Azorenhochkeil liegt mittlerweile so weit südlich, dass bei Hochdrucklage die Windrichtung im Kanal auf West bleibt. So werden es unsere Japaner (die beiden Kubota Diesel) im Keller (so nennen wir den Maschinenraum der Alkyone) richten müssen. Für die Überquerung der Biskaya nächste Woche haben wir gute Chancen bei schwachen bis mäßigen NE-lichen Winden eine schöne Überfahrt unter Segel hinzubekommen.

Das Crewbild in der Schleuse (bei schönstem bretonischen Nieselwetter) zeigt schon eine bisserl andere Crew:

Der „Alte“ (ganz links, das bin ich, der Hansi) ist wirklich schon ganz schön alt (dafür weiß er wie das mit dem Segeln geht :-)), Jutta (in der Mitte, mit unser gemeinsamen Tochter Magdalena am Arm), war es, die auf meinen noch recht wagen Vorschlag, wir könnten doch um die Welt segeln sagte, ja, das machen wir und auf der Stelle mit den Vorbereitungen begann und ihre Kinder (von links nach rechts)  Andrea, Anna, Antonia und Tobias. Tobias ist der zweite Offizier an Bord, ihn kann man schon richtig als Mannschaft einsetzen.

Um die Welt zu segeln ist schon immer einer der Lebens-Pläne in meinem Kopf, warum ich mit meiner eigenen Familie, mit meiner lieben Gisi und unseren vier (jetzt schon erwachsenen) Kindern nie eine Weltumsegelung geplant und versucht habe, hat viele Gründe. Wir haben zusammnen viele schöne Seereisen unternommen, sowohl auf unserem ersten Boot, der Briseis, als auch auf der Alkyone, an der mein älterer Sohn Johannes ja auch mitgebaut hat. Er hat auch selbst als Schiffsführer mit seinen Freunden und seinen beiden Schwestern schon große Reisen im Atlantik und auch im Pazifik (die ganze südamerikanische Küste hinauf nach Norden) gefahren, aber zur großen Runde um den Globus kam es nie. Denn nur mit Seefahrerromantik und Südseeträumen alleine klappt es leider nicht. Neben der berufliche Situation gibt es noch viele andere Parameter, die zu beachten sind, damit ein solches Projekt Erfolg haben kann.

 

14. August 2018 / Keine Kommentare

Anreise der übrigen Crew

München bzw. Deutschland verabschiedete uns mit einem heftigen Gewitterschauer, aber zum Glück erst sobald wir am Flughafen waren. Davor war noch schönstes Sommerwetter. Zeitlich hat es genau hingehauen noch alles für unsere zukünftigen Mieter fertig zu machen, die letzte Wäsche zu waschen, einen Geburtstagskuchen für unsere Katzensitterin zu backen etc. Katze Tiffy wird ja eine WG-Katze und Frau Stauder versorgt sie bis zum Einzug unserer Mieter. Die treue Brigitte kam überpünktlich um uns auf jeden Fall pünktlich am Flughafen abzugeben. Die Sicherheitskontrolle staunte schon etwas über unser zahlreiches Gepäck – wir haben unser Gepäck inkl. Handgepäck komplett ausgenutzt und waren dann eigentlich recht froh, dass der Flug nach Paris ausgebucht war und sie daher baten Handgepäck am Gate noch aufzugeben. So wanderte Magdalenas Handgepäck voller Stoffwindeln und noch eine Tasche in den Frachtraum und wir konnten auch deutlich entspannter einsteigen und auch in Paris umsteigen.
Sobald wir in der Maschine waren kam ein perfekt englisch sprechender Steward auf uns zu und instruierte uns wie wir Magdalena während des Fluges anhängen und sie bekam sogar noch ein Airfrance-Kissen. Magdalena hat ihren ersten Flug perfekt überstanden. Sie verschlief fast den ganzen Flug und auch der Druckausgleich bei den Landungen war kein größeres Problem für sie.
Kurz nach Mitternacht erreichten wir dann per Mietwagen das in Morlaix liegende Schiff. Die Kinder und auch die aufpassenden Großeltern schliefen schon. Am Morgen freuten sich die Kids natürlich über den Crew-Zuwachs.

12. August 2018 / Keine Kommentare

Vorbereitungen in vollem Gange

Nach einer Woche alleine mit den Kids (unter anderem wurde eine Fahne für die Über-die-Toppen-Beflaggung gemalt) ist die Alkyone weitgehend eingeräumt. Nun habe ich das Auto wieder zurück nach München gefahren um dann mit dem Rest der Crew (Jutta mit Magdalena) wieder nach Brest zu fliegen.

9. Juni 2017 / Keine Kommentare

Zielhafen erreicht

Gestern um 15 Uhr waren wir fest in Roscoff, dort gibt es eine neue Marina, sehr schön, aber eben eine Marina. Zollkontrolle hat 5 Minuten gedauert, Europa hat uns wieder. Am Abend haben wir uns dann Richtung Morlaix an den Anker gelegt und die letzten Steaks gegrillt.
Heute morgen ging es dann mit dem ersten Hochwasser durch die Schleuse in den Hafen von Morlaix. Die Alkyone war zuletzt im Jahr 2010 hier, viel verändert hat sich nicht.
Das Leben hier in der Bretagne geht seinen gemütlichen Gang, wie eh und je, die Menschen sind sehr freundlich und garnicht „französisch“ 🙂
Damit geht diese Reise zu Ende, der Zielhafen ist erreicht.
Insgesamt 3450sm in 23 Fahrttagen, 90% gesegelt, viel, viel Wind.
Der Blog pausiert damit erst mal wieder.