8. Mai 2019 / Alkyone / n/a

Ankunft vor der Osterinsel

       

Schon vor drei Tagen hatten wir eine ETA-Meldung an die Behörden in Hanga Roa geschickt: Mittwoch Morgen 08:00 Local Time. Wir waren nicht ganz schnell genug um Dienstag noch bei Tageslicht anzukommen, also haben wir das letzte Etmal so vertrödelt, dass wir mit dem ersten Büchsenlicht Hanga Roa ansteuern können und um 08:05 fiel dann auch der Anker. Es steht hier zwar der lange Schwell des Südpazifik rein, mit um die 3m, aber am Anker (Tiefe 20m) spürt man das fast gar nicht. Gefühlt lagen wir vielleicht vor San Cristobal so ruhig. Und davor? Shelter Bay bei Colon. Schon eine Zeit her. Vier weitere Segeljachten sind hier, eine kleine neuseeländische Motorjacht, die wir aus Bonaire kennen. Sie fahren auch um die Welt, sind schon fast wieder zuhause.

Wir sind also da. Im Prinzip zumindest. Chilenische Hoheitsgewässer, Anker berührt schon mal den Grund. Wir aber dürfen nicht an Land. In Chile kommt die Armada an Bord zum Einklarieren. Und deren Boot liegt in dem kleinen Hafen hier und in dessen Einfahrt läuft die Dünung rein, daher ist der Hafen geschlossen. Cerrado. Nix geht. Laut Funk auch morgen nicht. Wahrscheinlich nicht. Erst am Freitag. Wahrscheinlich. Falls doch morgen würden sie uns über Funk informieren.
Also abwarten und Tee trinken. Von den Temperaturen her passt das langsam auch: untertags waren es gute 22 Grad, Wasser immer noch 25 Grad. Da genießt man sogar mal wieder die Sonne.

Mal sehen, was der morgige Tag so bringt. Schlecht gehen tut es uns sicherlich nicht. Noch haben wir auch etwas frisches Obst und Gemüse. Es wird zwar immer übersichtlicher und wir hatten uns schon auf Nachschub gefreut, aber ein paar Tage reichen unsere Äpfel auch noch, wenn wir sie rationieren und nicht morgen, wie eigentlich geplant, in einem Apfelstrudel verbacken.

Keine Kommentare möglich