8. Oktober 2019 / Alkyone / kommentieren

Thursday Island

       

Es pfeift immer noch, selbst am Ankerplatz haben wir 20-25 Knoten Wind, aber geschützt vor Schwell liegen wir recht ruhig vor Horn Island. Am Morgen wollen wir im Horn Island Supermarkt frisches Brot holen. Brot? Haben wir nicht. Toast gibt es noch vier Packungen, zwei davon frisch, zwei tiefgekühlt. Willkommen im Außenbezirk von Australien. Mit Australien hat es die Sprache und die Behörden gemeinsam, der Rest ist es nicht. Ok, die Betonnung, alles gut kartiert. Vom Landungssteg fährt morgens eine kleine Fähre mit Schulkindern nach Thursday Island. Das also ist Horn Island.
Die Strömung an unserem Liegeplatz ist auch erstaunlich: bis zu 0,6 Knoten zeigt unsere Logge am Anker liegend.
Wir wollen noch Thursday Island sehen, am morgen schaut es auch noch ruhig aus auf der anderen Seite der Bucht. Als wir uns mit der Alkyone rüber verlegen merken wir, dass es doch auch dort gut pfeift. Unsere Waschmaschine hat mal wieder die ganze Bettwäsche drin und bei dem Wind trauen wir uns dann nicht sie draußen aufzuhängen. Also darf der neue Generator zeigen, was er so im Dauereinsatz drauf hat. Und der Wäschetrockner leistet auch gute Dienste. Am Abend ist dann die erste Wartung des Generators fällig – er hat schon wieder 35 Betriebsstunden drauf.
In Thursday Island gehen wir noch einmal einkaufen. Das Angebot ist deutlich besser als in Horn Island aber haut einen auch nicht vom Sockel. Beim Metzger hingegen bekommen wir bestes Fleisch, das am Abend auch gegrillt wurde. Traumhaftes Steak zu einem erstaunlichen Preis. Schade, dass wir nicht mehr Platz im Gefrierschrank haben.
Damit wir morgen weiter nach Indonesien fahren können müssen wir noch ausklarieren. Die lokale Cumstoms möchte uns persönlich alle sehen. Also eine feuchte Dingifahrt für alle. Ein sehr netter Abschied von Australien: selten so nette Beamte getroffen. Und für die Kinder überreichen sie uns am Schluss noch eine Stofftasche mit Werbematerial der Australian Border Watch: Käppis, Rugby Ball, Trinkflasche und für Lena ein kleines Schiff und ein Flugzeug der Border Watch.
Morgen also geht es wieder auf eine lange Offshore-Strecke: unser Ziel ist entweder Kupang oder Lombok.


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