Artikel von 31. August 2019

31. August 2019 / Alkyone / n/a

Fidschi – Neukaledonien 2. Seetag

       

Wir gewöhnen uns alle an das Geschaukel, das zwar schon deutlich weniger geworden ist. Oder eigentlich ist es gar nicht weniger geworden, sondern das Intervall um eine Sekunde länger, das macht, obwohl man es kaum glauben kann, einiges aus.

Lena lässt sich weiter nicht beirren und versucht kräftig selbst zu steuern – der Autopilot ist eindeutig stärker. Das ist auch der Grund warum sie normalerweise nicht hinter die Steuersäule darf und wir den Durchgang vom Cockpit aus abgesichert haben. Inzwischen kommt sie natürlich auch über die Sitzbänke dann nach hinten, aber alleine im Cockpit darf sie eh, auch angeleint, nie sein. Von München habe ich ihr Spielzeug mitgebracht, eine Arche Noah, ein Bötchen für die Badewanne, Stapelbecher,… – da müssen wir auch achten, dass sie das Zeug nicht über Bord wirft. Zuletzt musste in Fidschi ein Schraubenzieher an Lena glauben und in Tahiti hat sie ihren Trinkbecher an Neptun verschenkt. Hoffen wir, dass sich nicht viel mehr dazugesellt.

Unser Generator wurde bereits verschickt und wird am Montag ebenfalls in Neukaledonien ankommen, nur ein paar Stunden nach uns (23 Uhr hieß es). Da wir aber auch nach den Bürozeiten ankommen werden wir erst am Dienstag einklariert werden und dürfen vorher nicht einmal an Land. Wie immer sind wir gespannt auf die hiesige Biosecurity.

30. August 2019 / Alkyone / n/a

Fidschi – Neukaledonien 1. Seetag

       

Ein fauler Tag, alle sind langsam, alle dösen vor sich hin. Es hat mächtig Wind, bis zu 35 Knoten und dazu noch eine recht kurze See, die uns hin und her schaukeln lässt. Nicht gerade das, was man unter einem gemütlichen Seeschlag versteht, das wussten wir schon. Trotzdem ist es anstrengend. Allein Lena lässt sich nicht stören und spielt unbeirrt den ganzen Tag vor sich hin. Etwas stören lässt sie sich doch auch um ehrlich zu sein: sie bewegt sich bei Seegang sehr bodennah, schrubbt beim Krabbeln fast mit dem Bauchnabel am Boden. Dafür kippt sie auch nicht um. Und auch sie schläft gerne, besonders gerne auf mir, waren wir doch ganze zehn Tage getrennt.

Mit Neukaledonien werden wir noch einmal etwas südlicher sein als Fidschi, ab dann geht es nur noch Richtung Norden, zumindest bis Thailand. Es wird immer kühler, bis auf 24 Grad ging das Thermometer schon runter, das kennen wir schon lange nicht mehr. Ok, die Hiergebliebenen nicht, ich in Sydney und München hatte ja schon etwas kühlere Temperaturen und in Abu Dhabi war es mit 39 Grad deutlich wärmer.

29. August 2019 / Alkyone / n/a

Und schon wieder Abschied

       

Nach meiner gestrigen Ankunft hieß es schon wieder Abschied von Aldivi zu nehmen, die sich auf den Weg nach Vanuatu machten. Polarwind wird auch nach Vanuatu folgen, sobald sie wieder im Wasser sind. Polarwind hoffen wir dann bald in Cairns wieder zu treffen, da die Aldivi-Crew nur schwer an ein australisches Visum kommt werden wir diese erst wieder in Indonesien treffen. Sehr schade.

Auch für uns hieß es heute bereits Abschied von Fiji zu nehmen. Gesehen haben wir leider nicht viel von der Insel. Hansi und die Kinder hatten neben der Marina und den Einkaufstouren noch ein Dorf hier besucht, inklusive einer Cava-Zeremonie. Ich genoss die zwanzigminütige Fahrt zum Flughafen. Die Leute auf Fiji waren ausnahmslos äußerst nett und freundlich. Aber unser Zeitplan lässt es nicht zu ewig hier zu bleiben und das Wetter ist heute noch gut für unsere Weiterreise nach Neukaledonien, dann würde es für mindestens eine Woche nicht mehr dorthin klappen. Und unser Generator ist endlich in Hamburg eingetroffen und wird hoffentlich bald in Neukaledonien einfliegen. Also heute schon Abschied. Genau wie meine Stimmung zu dem frühen Abschied war auch die Stimmung des Abschiedsliedes, mit dem uns die Angestellten der Marina verabschiedeten. Alles sehr herzlich. Obwohl? Wer weiß, was der Text des Liedes ist? Verstehen tun wir es ja nicht 🙂

Da der Wind und Seegang außerhalb der Riffe etwas grob sein sollte haben wir noch bei der fast dreistündigen Strecke unter Motor bis raus das Abendessen vorgekocht. Am Montag werden wir in Neukaledonien eintreffen.

27. August 2019 / Alkyone / n/a

Wieder vereint

       

Nach zehn Tagen Abwesenheit, sieben Tagen in Deutschland, bin ich heute glücklich wieder in Nadi auf Fiji gelandet. Schön wieder „zuhause“ zu sein. Der Flug war zwar mächtig anstrengend mit doch wieder 30 Stunden Reisezeit von München bis Nadi, wieder über Abu Dhabi und Sydney, aber alles klappte wie am Schnürchen. Als die noch verbleibende Reisezeit auf unter zwölf Stunden sank dachte ich schon „fast zuhause“ – alles relativ. Wir landeten schließlich sogar eine halbe Stunde zu früh in Nadi.

Die Befürchtung Probleme beim Einklarieren zu bekommen, da ich ja kein Rück- oder Weiterflugticket hatte und nur das Schreiben der Immigration auf Fiji, die bestätigte, dass ich auf dem Segelschiff Alkyone das Land wieder verlassen würde, waren völlig unbegründet. Konnte mit diesem Schrieb ohne jegliche Probleme einreisen und auch die Biosecurity war harmlos. Hatte ich auch da schon befürchtet nun alle meine weit geschleppten Leckereien abgeben zu müssen – wirklich geschleppt, da ich das Meiste im Handgepäck verstauen musste, da mein aufgegebenes Gepäck sonst zu schwer geworden wäre und beim Handgepäck hatte ich gepokert, dass sie es nicht wiegen würden. Nach der Gepäckausgabe werden alle Gepäckstücke durchleuchtet und man muss den Fragebogen zu den mitgeführten Sachen abgeben. Ja, ich habe Lebensmittel dabei, welche? Angefangen mit Kaugummis, Gummibärchen, und dann fragte die Dame nur nach Käse und Honig. Perfekt, das hab ich nicht dabei. Nur noch Getreide, Grünkern, Sonnenblumenkerne, getrocknete Tomaten und getrocknete Steinpilze. Schön wieder solche Leckereien an Bord zu haben.

Taxifahrer Bobby wartete auch schon auf mich – alles perfekt.
Und an Bord freuten sich dann auch alle, dass ich wieder da bin, ich mich natürlich auf über das Wiedersehen. Und dann wurden all die Dinge, die die gut 40 Kilo Gepäck ausmachten, ausgepackt. Viele Teile wurden gleich verbaut, alles verräumt und am Abend ging es noch zum Pizzaessen in das Marina-Restaurant. Geschmacklich und preislich perfekt, vom Timing her eine Katastrophe.

24. August 2019 / Hans / n/a

Fiji

Fiji, eine gelungene Sympiose aus neuseeländisch-britischer Professionalität und indischer Nonchalance und Geschäftssinn („don’t worry Sir, don’t worry).

Bisher das beeindruckenste Land (damit gemeint sind die Leute und die Gesellschaft) auf der ganzen Reise. Die Länder Mittel- und Südamerikas und auch die Karibik bereise ich ja schon seit über 20 Jahren. Da ist alles was „so ähnlich“ ist, nichts wirklich Neues. Gut die Gastfreundlichkeit in Französisch Polynesien ist sicher ausgeprägter als in den Karibik-Staaten und weniger (oder auch gar nicht) an das eigene Geschäftsinteresse gekoppelt. Aber irgendwie kommt einem das alles nicht neu vor.

Anders hier in Fidschi: Der Einfluss Asiens ist unübersehbar, das Land hat alles und produziert alles, was man sich für ein Volk von grade mal einer knappen Million nur vorstellen kann. Der Einfluß Neuseelands bewirkt, dass großer Wert auf Umweltschutz gelegt wird und alles seine weitgehend britisch korrekte Organisationsform hat. Jeder Bürger hat Zugang zu einer ordentlichen medizinischen Versorgung, das Land hat 5 eigene Medical Schools, lediglich die Facharztausbildungen finden in der Regel im Ausland statt. Der HDI (human development index) liegt bei 0,741 und damit auf einem Level mit Thailand oder der Volksrepublik China und merklich über dem Micronesiens, Indonesiens, Indiens und den Philipinen, sowie deutlich über dem der meisten mittelamerikanischen Staaten (Nicaragua, Honduras, Guatemala). Zu verdanken hat dies das Land wohl den Index-Musterknaben Neuseeland und Australien. Hilfsbereitschaft und Service werden extrem groß geschrieben, mit 4 Kindern und einem Kleinkind auf den Bauch gebunden ist Einkaufen im Supermarkt mit dem Plazieren der Ware im Einkaufswagen erledigt, der Rest passiert von allein bis zum Achterdeck des Schiffes. (ohne dass ein Trinkgeld erwartet wird, das wäre schon eher einer Affrain eines zu geben, da diese Verhalten als selbstverständlich gilt, vor allem einem Fremden gegenüber).

Wir liegen hier in der Vuda Point Marina, ein schöne sehr geschütze Anlage mit besten Facilities. Zum Einkaufen muss man allerdings mit dem Taxis in die nächste Stadt fahren (ca.15 min.), aber das wird durch die freundlichen und unglaublich hilfsbereiten Mitarbeiter der Marina mehr als ausgeglichen. Fiji ist, man will nicht sagen billig, aber wirklich günstig, nicht nur im Vergleich mit dem unglaublich teuren Französisch Polynesien, nein auch im Vergleich mit Mittel- und Südamerika, und Europa. Die Preise im Supermarkt haben sich gegenüber Tahiti mehr als halbiert. Hat in der Gemeinde-Werft von Paimpol in der Bretagne das Aus- und Einkranen mit einer Woche an Land stehen noch 700.-€ (ein für Europa fast konkurenzlos günstiger Preis) gekostet, so haben wir in Panama für das selbe mehr als 1200.- US$ bezahlt. Hier in Vuda kostete das dann umgerechnet 450.-€. Der Hilfsarbeiter (wir hatten für 2 Tage einen gebucht) wird mit 8 (in Worten acht) Fiji Dollar pro Stunde in Rechnung gestellt, auf die Hand erhält er nicht ganz die Hälfte. Dem interessierten Leser sei das umrechnen überlassen und die etwas beschämende Erkenntnis, dass die britische „Beinahe-Sklaverei“ des 18. und 19. Jahrhunderts, die Fiji einen indisch-stämmigen Bevölkerungsanteil von 50% beschert hat, noch nicht zu hundert Prozent überwunden ist.

Die Pläne über das Wochenende auf eine der Viti Levu vorgelagerten Inseln zu fahren, habe ich wieder gecancelt, da ein Frontdurchgang für recht frischen Wind und eine Menge Regen gesorgt hat (und noch sorgen wird). Die Kinder haben dafür hier vormittags regelmäßig Schule bei Jutta (die andere „Jutta“, die Frau von Osvaldo, die mit Ihren beiden Kindern auf der „Polarwind“ unterwegs nach Europa sind, sie ist eine ausgebildete Lehrerin) und können den Rest des Tages mit den Kindern der Polarwind (deutsch/chilenisch) und der Aldive (mexikanisch) spielen. Wobei daran das beste ist, dass sie mit den Mexican Kids englisch sprechen müssen (DIE können das nämlich schon sehr gut, obwohl noch etwas jünger also die Alkone-Kids)

So werden wir hier warten bis Jutta am kommenden Dienstag wieder aus Deutschland zurück kommt. Ob wir nun hier in Fiji auf unseren neuen Generator warten oder Ende der Woche nach Neukaledonien weitersegeln ist noch nicht entschieden.

17. August 2019 / Jutta / n/a

Verlassen in Vuda

       

Ich fliege heute nach München. Eine lange Reise. Um halb zwei kommt das Taxi, Abflug um 16 Uhr, 30 Stunden später Ankunft in München.
Zum Frühstück eröffnete uns Cyrill noch, dass er auch morgen früh schon fliege, nach USA um ab Montag dort zu arbeiten. Mist. Hatte ich doch den Flug extra jetzt noch gebucht, da Hansi dann nicht ganz allein ist mit fünf Kindern. Er hatte mir zwar immer angeboten jederzeit von ihm aus fliegen zu können, aber einfacher wäre es schon mit Unterstützung. Gut, Aldivi ist noch einige Tage da, Polarwind kommt auch wohl heute oder morgen. Aber Lena ist immer noch da. Klar schafft er das, da hab ich gar keine Zweifel, aber Stress ist es doch.
Tobias ist gestern noch gestürzt und hat sich gescheit das Handgelenk verstaucht. Läuft jetzt mit Gipsschine rum. Vielleicht ordern sie am Montag doch einen lokalen Arbeiter zum Streichen. Bei den Studenlöhnen hat man schon fast ein schlechtes Gewissen: 8 Fijidollar.

Taxifahrer Boby wartete schon auf mich, wenn ich in 10 Tagen wieder ankomme wird er mich auch am Flughafen erwarten. Zum Glück war ich auf Babys anraten schon zwei Stunden vor Abflug am Airport, da ich gerade noch zum Ende des Boardings ans Gate kam. Zunächst musste bei der Gepäckaufgabe der Virginaustralian geklärt werden wie das mit dem zweiten Gepäckstück (dem nicht mehr an Bord benötigten Surfsegel) klappt, da ich das nicht vorab gezahlt hatte und bis Australien angeblich das Stückprinzip gilt und dann das Gewichtsprinzip (bis zu 30kg mit bis zu 10 Gepäckstücken). Aber es durfte dann doch kostenlos mitfliegen, musste nur vom Boss autorisiert werden – die längste Strecke zählt und die fliegt die Etihad von Sidney über Abu Dhabi bis München. Anschließend hatte ich dann Probleme bei der Passkontrolle: als er meinen Ausweis einlas erschien keine Einreise im Computer. Und er begutachtete den Einreisestempel in meinem Pass immer wieder erneut, als würden ihm dann neue Erkenntnisse kommen. Ich bin gestern per Schiff eingereist. Jaja, aber dann brauche er die Schiffspapiere. Ohne die könne ich nicht ausreisen. Die Registrierungsnummer des Schiffes wenigstens. Ich bin aber nicht Hansi und hab nicht alles im Kopf und auch nicht auf dem Rechner. Zum Glück spuckte mir dann der Finder des Macs bei der Eingabe MMSI-Nummer die wegen der Website-Sicherung auf meinem Rechner abgelegte Gebrauchsanleitung der Alkyone aus. Puh. Glück gehabt. Das alleine kostete mich fast eine halbe Stunde und Boarding war bereits eine ¾ Stunde vor Abflug beendet! Obwohl vorher schon eine Sicherheitskontrolle war wurden dann alle Taschen des Handgepäcks noch einmal von einigen Beamten direkt nach dem Gate und vor dem Flieger nach Flüssigkeiten durchsucht. So genau wurde ich noch nie durchsucht.
In Australien musste ich zum Glück nicht einreisen, denn sonst hätte ich meinen mitgebrachten Blumenkranz von gestern wahrscheinlich abgeben müssen. Endlich, wenn auch nur für den kurzen Aufenthalt, mal schnelles Internet. Ich hab die E-Mails seit Tonga empfangen und konnte sogar eine 27MB-Datei in en paar Sekunden downloaden. Wie genügsam man doch wird. Nicht umsonst hab ich die Navioncis-Seekarten dabei um sie in Deutschland bei gutem Internet upzudaten und muss es nicht über die langsamen Verbindungen in Marinas versuchen. Nach insgesamt 31 ¼ Stunden Flugzeit werde ich morgen in München landen.

16. August 2019 / Jutta / n/a

Ein herzlicher Empfang in Vuda

       

So herzlich, wie hier in der Marina Vuda in Fidschi sind wir noch nirgends empfangen worden.
Zunächst waren wir uns dank unserer Maschinenpower endlich nach Fidschi gekommen. Die Überfahrt war sehr lau, wenig Wind, stiller Ozean. So hatten wir ihn schon auf dem Weg von Panama nach Galapagos kennengelernt, das restliche Stück aber hat sich der Pazifik so gar nicht von der ruhigen Seite zeigen wollen.
Gegen Mittag waren wir dann vor der Marina und wurden aufgefordert erst einmal an einer der außerhalb liegenden Festmacherbojen zu warten. Bald schon, mitten während des Mittagessens, wurden wir an den Welcomesteg gebeten. Einige Marinamitarbeiter warteten schon und sobald wir festgemacht hatten wurden wir herzlich begrüßt: Welcome to Fidschi! Eigentlich sollte der Kapitän den Blumenkranz um den Hals bekommen, aber da ich Geburtstag habe bekomme ich ihn um den Hals. Schaut lustig aus, kratzt aber ganz schön! Zu dem normalen Ständchen, mit dem jedes Schiffhier empfangen wird, bekam ich noch ein Happy Birthday. Bekommt man nicht zu jedem Geburtstag! Ist der dritte Geburtstag hintereinander für mich, den ich auf der Alkyone feiere.
Im Anschluss hieß es wir müssen an Bord warten bis die Behörden da waren. Zunächst kamen zwei Damen vom Gesundheitsamt, dann wurden wir aufgefordert die gelbe Flagge runter zu nehmen, damit Immigration, Zoll und Biosanitary an Bord kommen können. Zog sich noch ziemlich hin, bis sie kamen. Zunächst mussten wir noch kurz Platz am Steg machen, damit eine havarierte australische Jacht direkt an den Steg geschleppt werden konnte und wir dann längsseits gehen konnten. Die Welt ist wieder mal klein: einer der beiden Männer an Bord war mit auf der Checkmate mit uns im Panamakanal. Marilou, die auch auf der Checkmate ab Panama mitfuhr haben wir auf Tonga getroffen!
Die weiteren Behörden waren verhältnismäßig unkompliziert. Pro Crewmitglied mussten wir gleich zwei Fragebögen ausfüllen. Fragen zu Lebensmitteln, aber auch, ob wir Gegenstände dabei haben, die mit Tieren, Fisch in Berührung kamen, Schuhe oder Fahrräder, die mal Kontakt zu Erde hatten. Folgen hatte dies zum Glück keine. Nur unsere restlichen Obst- und Gemüsevorräte – ein paar Kartoffeln, Knoblauch, Limetten, Kohl, mehr hatten wir eh nicht mehr – zusammen mit all unserem Müll nahmen sie mit. Die gefürchtete Durchsuchung, die hier in Vuda passieren könnte, blieb uns zum Glück erspart.
Kosten für die Einklarierung in Summe etwa 400 Fidschidollar, die erste Nacht in der Marina allerdings schon inklusive!
Schon auf dem AIS hatten wir die Aldivi gesehen, die an Land steht zum Streichen. Wir gehen am Montag raus. Die Mädels waren, sobald sie von Bord durften am Spielen mit Alexa. Hoffe sie kommen in den nächsten Tagen trotzdem wenigstens ein bisschen dazu mit Cyrill Schule zu machen, wenn ich in Deutschland bin.
Schöne, warme Duschen gibt es hier, zum ersten Mal seit Portugal. Den Tag ließen wir im Restaurant der Marina bei einem sehr leckeren Abendessen und richtig super Livemusik ausklingen.
Welcome to Fidschi. Der erste Eindruck zumindest ist sehr gut!

15. August 2019 / Jutta / n/a

Tonga – Fidschi 3. Seetag

       

Nun sind wir nicht nur politisch jenseits der Datumslinie gelandet, sondern haben diese auch geografisch überschritten. Jede Meile nach Westen bringt uns nun näher nach Hause.

Der Wind hat uns heute ziemlich im Stich gelassen: mal ging es kurz zu segeln, dann wieder sind wir motort, dann wieder gesegelt, …. Äußerst unbefriedigend. Morgen werden wir dennoch gegen Mittag Fidschi erreichen. Da ich ja meinen Flug zurück nach Deutschland habe müssen wir rechtzeitig in Vuda sein.
Wir sind gespannt auf die Einklarierung und ob sie wirklich so streng sind.

Das Vorschiff wurde heute mal wieder komplett aufgeräumt und Neptun mit viel, viel Papier gefüttert. Erstaunlich, was sich so alles auf so wenig Raum hörten lässt. Das Bild ist der Zustand davor 😉

14. August 2019 / Jutta / n/a

Tonga – Fidschi 2. Seetag

       

Man sollte immer doppelt schauen und kontrollieren, das wissen wir ja schon lange. Und sich nicht alleine auf ein System verlassen. Auf unserer Seekarte am PC sahen wir schon lange die Lau Gruppe mit all ihren Inseln und Riffen. Die Riffe nördlich von unserem Kurs haben wir schon auf dem Radar entdeckt, aber der Plotter zeigte bei einer Auflösung von 10 Seemeilen nichts an, bei 5 Meilen dann erschienen plötzlich die Untiefen. Erst vor ein paar Jahren ist doch eine Yacht wegen sowas auf ein Riff gelaufen. Immer schön aufpassen also.

Und endlich hatten wir heute mal Erfolg beim Angeln: ein kleiner Baracuda biss an, so klein, dass er nicht mal die Bremse ansprang. Schön stromlinienförmig, so ein Baracuda. Gab dennoch ein schön, leckeres Abendessen. Wir haben mal überlegt: das war erst der vierte Fisch auf der Reise. Wir angeln zwar relativ selten, aber sehr erfolgreich sind wir leider nicht.

13. August 2019 / Jutta / n/a

Tonga – Fidschi 1. Seetag

       

Wir haben einfach kein Glück mit den Fischen: am Morgen biss ein sicher größeres Vieh unseren Stahlstrop direkt Hinterhalt des Köders ab. War sicher besser, bei der vermuteten Größe.
Am Nachmittag dann biss eine Goldmakrele an, einen Meter gut groß, Hansi kurbelte sie ziemlich weit schon ans Schiff heran und sie sprang und kämpfte herum. Mit einem Mal riss dann die Angelschnur. Noch ein weiterer Fisch mit Piercing. Und wir heute schon um zwei schöne Köder ärmer. Wir haben nun eine andere Schnur dran und hoffen auf mehr Erfolg. Wie bei Werner klappte es bei uns nie, Hansi erzählt immer, dass Werner sagte er hole mal Abendessen und ne halbe Stunde später war das Abendessen erfolgreich an Bord. Hmmm. Wir sollten wohl mal Werner einfliegen, damit wir auch mal wieder Fisch bekommen.

Der Wind war heute den ganzen Tag über wesentlich besser, als erwartet. Obwohl wir gestern anfangs etwas langsam zwischen all den Inseln raussegelten und es auch danach nur mit so 4-5 Knoten voran ging, haben wir immerhin ein Etmal von 135 Meilen geschafft. Und heute lief es auch den ganzen Tag über so gut, dass wir den Spi nicht benötigten. Hoffen wir mal, dass es so weitergeht.