Artikel der Kategorie "Weltumsegelung"

25. Juli 2020 / Jutta / n/a

Fünf Wasserratten

       

Dass alle fünf Kinder das Wasser lieben ist ja nichts Neues. Am Nachmittag fahren wir immer mit dem Dingi raus um zu Schwimmen. Dort sind wir zwar auch bei Weitem nicht allein, aber das Wasser ist schön sauber und man kann jeden Stein am Grund sehen.

Hansi ist heute nach Ancona gefahren und setzt per Fähre nach Patras über. Leider stand er in Ancona so lange zum an der Föhre an, bis er auf die nächste umgebucht wurde. Nun kommt er etwa drei Stunden später morgen Nachmittag in Patras an. Wir werden ihn in dann in Kalamata treffen, wo sein Auto stehen bleibt, bis wir per Schiff auch an unserem letzten Hafen ankommen.

Heute Abend schon konnte ich unser Leihauto holen, da der Vermieter am Sonntag Vormittag nicht ins Büro kommen wollte. Vermietung startet trotzdem erst morgen. „Und der Schlüssel?“, fragte ich nach dem Aushändigen des Vertrages. „Der steckt im Auto!“. Alles doch recht sicher hier, obwohl einige über die „Zigeuner“ jammern. Die Jungs stehen immer schon an der Pier parat um die Leinen anzunehmen und kassieren dann für Ihre Dienstleistungen.


24. Juli 2020 / Jutta / n/a

Wasser in Porto Heli

       

Im Hafen von Porto Heli ist das Wasser zwar vergleichsweise sauber, aber leider nicht sauber genug zum Baden und auch am Ankerplatz nicht so, dass man den Entsalzer laufen lassen möchte. An der Pier kommt zweimal täglich der Wasserlaster vorbei. Das Wasser im Ort sei auch nicht so gut, so dass sich sogar Häuser hier mit dem Trinkwasser beliefern lassen.

Während wir alleine an Bord sind und auch zwei Tage das Schiff alleine lassen, bevorzugen wir einen Liegeplatz im Hafen. Dass das nur bedingt sicherer ist haben wir heute früh bemerkt. Als wir gerade vom Tanklaster Wasser nahmen, fuhr das Nachbarschiff los und hing dann in unserem Anker. Sah auch gestern Abend schon spannend aus, wenn man die Winkel der beiden Ankerketten sah. Zum Glück hielt unser Anker so gut, dass uns nichts passierte.

23. Juli 2020 / Jutta / n/a

Lenas Lieblingsplatz

       

Der Waldbrand ist laut Internet noch nicht gelöscht. Auf unserem Rückweg gestern begleitete uns die Rauchwolke die halbe Strecke über den Peloponnes. Wir sind hier weit von den aktuellen Bränden entfernt, aber hoffen, dass Hansi und wir uns ohne Probleme am Sonntag in Kalamata treffen können.

Lenas Lieblingsplatz ist, wie bei allen Kindern, die Küche. Ohne Seegang sitzt sie dann gerne auf der Arbeitsplatte – mitten drin im Geschehen. Sie klettert auch schon längst alleine rauf, darf sie aber nur im Hafen oder wenn es ganz ruhig ist. Es reicht schon so, dass hier an Bord alle Messer und viele gefährliche Dinge in ihrer Reichweite sind.

22. Juli 2020 / Jutta / n/a

Waldbrand nahe Korinth

       

Gestern Abend schon hatten wir unseren Fiat Doblo vom Vermieter abgeholt um heute Hansi nach Athen zum Flughafen zu bringen. Auf dem Weg wollten wir den Kanal von Korinth noch einmal von oben bewundern. Zufälligerweise sahen wir gerade runter, als der Kat der amerikanischen Familie, die wir auf der Werft kennenlernten, Richtung Westen durchfuhren. Schade, so treffen wir sie nicht mehr.

An der Brücke über den Kanal kann man Bungee springen und wir konnten zuschauen. Wäre nich lustiger gewesen das während der Durchfahrt zu sehen.

Im Hintergrund, dort wo wir vorhin her fuhren, stieg eine dicke graue Wolke in den Himmel und auf unserer Weiterfahrt sahen wir wie sie größer und größer wurde. Zum Glück kamen wir noch gut durch und konnten Hansi rechtzeitig am Flughafen abliefern, zurück kommt er am Sonntag mit dem Auto um unsere sieben Sachen wieder nach Hause zu befördern.

Auf dem Rückweg wurden wir über Nauplia zurück nach Porto Heli umgeleitet und sahen die Löschflugzeuge und Hubschrauber hin und her fliegen. Eine dicke Wolke hing über dem Peloponnes. Der starke Wind erschwert die Löscharbeiten.

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21. Juli 2020 / Jutta / n/a

Hafentage in Porto Heli

       

Ruhetage – schon wieder. Eigentlich wollten wir ja nach Nauplia und dort warten bis Hansi mit dem Auto wiederkommt. Aber bei der vorhergesagten Wetterlage würde die Alkyone nicht sonderlich sicher dort an der Pier liegen. Hier in Porto Heli liegen wir gut, also bleiben wir hier. Im Gegensatz zu den meisten anderen Stadtpiers hat es hier zwar keinen Wasser- oder Stromanschluss, aber es kommt jeden Tag der Wassermann und bringt frisches Quellwasser. Das Leitungswasser hier sei auch gar nicht so gut, behauptet unser Nachbar.

Ganz in der Nähe ist der Spielplatz, ein nicht abgesperrter Spielplatz sogar. In Serifos war der Spielplatz auch mit einem hohen Zaun versehen, über den auch niemand kletterte, was ja in Preveza, Levkas und Katakolon üblich war.

Heiß ist es mit Erreichen des Peloponnes auch wieder. Auf den Inseln haben wir uns vor dem Wind geschützt. Jetzt wären wir froh über einen kühlenden Wind. Wie man‘s hat ist‘s verkehrt!

20. Juli 2020 / Jutta / n/a

Baden vor Porto Heli

       

Unser griechischer Nachbar, der alleine auf dem Motorboot neben uns wohnt, ist recht hilfsbereit und verrät uns den angeblich besten Platz zum Baden in Port Heli: etwas vor der Stadt bei einer kleinen Insel. Die Insel gehöre zwar angeblich einem reichen Griechen und er hat überall Schilder stehen, dass das Privatbesitz ist, aber laut unserem Nachbarn ist das in Griechenland so, dass man immer an den Strand darf, auf der Insel herumwandern nicht. Wieder was gelernt.

Nachdem wir in Serifos nur etwas Obst nachgekauft hatten mussten wir hier noch Joghurt und Milch nachkaufen. H-Milch mögen sie hier wohl nicht so gerne – in Serifos gab es keine. Und auch hier kostet ein Liter Milch stolze 1,80€. Das Eis ist auch relativ teuer mit fast 10€ für 2 Liter.

Für Mittwoch haben wir ein Mietauto reserviert bei einem kleinen Autovermieter hier um Hansi nach Athen zu fahren. Es scheint wenig los zu sein, denn wir bekommen den Siebensitzer für 50€.

19. Juli 2020 / Jutta / n/a

Weiter nach Porto Heli

       

Weit war es nicht mehr bis Porto Heli. Zunächst hatten wir geplant während Hansis Abwesenheit in Nauplia zu bleiben, aber es ist wieder starker Meltemi angesagt und das ist in Nauplia nicht so gut. So entschieden wir mal uns die Lage in Porto Heli anzuschauen.

Allerdings fuhren wir erst Mittag los. Es war zu schön zum Baden vor Hydra! Wir legten schön unter Segel ab, aber zwischendurch verließ uns immer wieder der Wind.

Unterwegs kreuzten wir die Taxibootstrecke zwischen Spetsai und dem Festland – so viele haben wir wohl in Galapagos zuletzt auf einmal gesehen, dort allerdings im Hafen.

In Porto Heli ist eine ganz neue Marina mit nagelneuen Schwimmstegen, aber kein Schiff liegt drin, nur an der Außenseite liegen ein paar Schiffe. Anscheinend sind sie nicht wirklich offen. Wir werden auch auf die Stadtpier verwiesen und liegen dort zwischen einigen anderen Sportbooten schön direkt vor der Stadt. Und das sicher preiswerter, als in der Marina.

18. Juli 2020 / Jutta / n/a

Fünf Minuten Hydra

       

Nach dem Frühstück legten wir ganz vorbildlich mit Eindampfen in die Vorspring ab – der Wind, der laut Wettervorhersage gar nicht da war, drückte uns mit 20 Knoten auf die Pier.

Weit reichte der Wind auch nicht, immer wieder konnten wir ein Stückchen segeln und schoben dann wieder per Motor an.

Als wir am frühen Abend Hydra erreichten war der Hafen natürlich relativ voll. An der Außenmole wäre noch Platz gewesen, da lagen auch schon ein paar Schiffe römisch-katholisch mit ihren Achterleinen an den Felsen. Es ging zu wie am Stachus – mit uns kamen fuhren gleichzeitig vier Schiffchen in dem kleinen Hafenbecken und am Ufer tummelten sich die Touristen. Die ruhige Zeit der Krise ist hier nicht mehr zu erkennen. Oder soll das noch ruhig sein? Dann möchte ich mir nicht vorstellen, wie es sonst zugeht.

Wir fuhren ein kurzes Stück weiter und ankerten lieber dort. Ganz ruhig ist es auch dort nicht: alle paar Minuten fährt ein Taxiboot an uns vorbei.

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17. Juli 2020 / Jutta / n/a

Serifos

       

Gestern war Flaute, zumindest für unsere Verhältnisse: um die 8 Knoten Wind zeige die Windmessanlage an.
Heute wehte der Wind wieder und nach dem Frühstück legten wir ab Richtung Serifos. Am Nachmittag erreichten wir dann den Hafen von Serifos und fanden sogar noch ein Plätzchen um längsseits anzulegen. Wasser- und Stromkästen gibt es zwar, aber leider funktionieren sie nicht. Noch haben wir genug Wasser von Mykonos, aber morgen müssen wir dringend Wasser machen.

Toll schaut es aus, wenn man Serifos anläuft und die Stadt oben am Berg weiß glänzt. Hier ist zum ersten Mal viel los: die Touristen sind da. Sicher nicht so viele, wie sonst um diese Jahreszeit, aber sie sind da. Am Abend gingen wir in einem Restaurant direkt am Ufer zum Essen. Beeindruckt hat uns, dass hier mindestens zweimal täglich eine Fähre vorbeikommt. Die Fähre am Abend war vielleicht zehn Minuten lang da und spuckte in dieser kurzen Zeit eine Menge Fußgänger, Motorradfahrer und Autos aus.

16. Juli 2020 / Jutta / n/a

Sandbewegungen in Paros

       

Kinder und Sand…
Seit den Malediven gab es keine Möglichkeit mehr ausgelassen im Sand zu buddeln. In Mykonos hatten wir bei dem Wind und der daraus folgenden Sandstrahlung keine Lust länger am Strand zu bleiben. Hier bot es sich an, dass die Kinder mal wieder ihre Bauwerke im Sand fertigten. Lena war anfangs etwas skeptisch, dann half sie doch eifrig mit. Die zweite Bauphase erfolgte am späten Nachmittag, da bauten Anna und Tobias alleine ein Dock, wo das Dingi anlegen konnte und die Beiden trockenen Fußes einsteigen konnten.

Am Nachmittag erkundete Hansi noch mit Tobias per Dingi die Stadt Naoussa. Hat sich sehr schön rausgeputzt und wartet auf die Touristen.