Artikel zum Schlagwort "Tief"

8. Juni 2017 / Keine Kommentare

Landfall

Der gestrige Tag war nochmal einer der ganze wenigen mit Sonne, 4 Windstärken und angenehmer See, also mit sogenanntem schönen Segelwetter. Heute Nacht ging es dann mit dem nächsten Tief, das sechste auf dieser Reise, weiter: frischer Wind mit 6 Bft und wieder Regen. Der Windwinkel allerdings war günstig und so rauschten wir heute den ganzen Tag mit fast 8kn Schnitt unserem Landfall in Roscoff entgegen. Seit abends geht es quer durch den wohl dichtesten Schiffsverkehr der Welt. Dank AIS (und Radar) ist das jedoch nicht mehr ganz so aufregend wie früher.
An Bord alles bestens

Hansi & Werner

6. Juni 2017 / Keine Kommentare

Sturmfock hat sich gelohnt

Das neue Tief hatte es in sich. Zwar hatte der Wetterbericht es kurz zuvor noch etwas abgeschwächt um es dann letztlich doch mit 8 Windstärken wehen zu lassen und das auch noch heute, auf der Rückseite, den ganzen Tag über, da waren zunächst eigentlich nur 5 bis 6 Bft angesagt. Die See hatte sich mittlerweile auf 5 Meter aufgebaut. Jetzt läßt es bereits wieder nach und für die nächsten zwei Tage sind gutes Segelwetter angesagt und wohl auch kaum noch Regen. Das nächste Tief kommt in 4 Tagen, aber da sind wir schon in Frankreich und können das Ganze vom Hafen aus beobachten.
Damit hier nicht das Gefühl aufkommt, wir würden allzusehr leiden, ein Foto des üblichen Alkyone Fühstücks, heute Mittag gab’s dann trotz 7-8 Bft Spagetti Bolognese und abends Pizza, also schlecht geht’s uns nicht 🙂
Crew und Schiff sind wohlauf.

Hansi & Werner

4. Juni 2017 / Keine Kommentare

Passatsegeln

Wir haben mal wieder die Passatsegel aufgebaut, da der Wind genau von hinten kommt. Auch die Sturmfock haben wir nochmal ausgepackt und bereit gelegt, da ein neues Tief an uns vorbeizieht und es doch auch mehr Wind werden könnte. Die letzten Wetterberichte sind jedoch einigermaßen moderat. Es sind noch 650sm bis zur Ile d’Quesant, alles läuft sehr gut, wenngleich jetzt nicht nur keine mitlaufende Strömung ist, wie es eigentlich die letzten Tage hätte sein sollen, sondern etwas Gegenströmung, was aber hier, wo wir jetzt sind, durchaus den Angaben der Monatskarten entspricht.
Nichts desto trotz, Vive la France, wir kommen.

31. Mai 2017 / Keine Kommentare

Sturmtief ist durch

Alles gut überstanden, die Wetterprognosen sind exakt eingetroffen, wir wurden nur gestreift. Seit Mittag haben wir Rückseitenwetter und  jetzt abends beginnt die hohe Dünung (6m) der Sturmzone bei uns einzulaufen. Wir haben Kurs auf die Ile de Quessant an der Nordwestspitze Frankreichs (noch 1300 sm) abgesetzt und laufen mit über 7 Knoten Schnitt. Immer noch kein Fisch, ansonsten alles gut.

 

30. Mai 2017 / Keine Kommentare

Der Sturm

Keine Sorge, es geht uns gut, wir sind am äußersten Rand des Tiefs und sollten dort hoffentlich keine allzu heftigen Bedingungen abbekommen. Bisher haben alle Wettervorhersagen steht akkurat gestimmt, sollte auch diesmal so sein.
Man sagt ja es sei nicht möglich den Atlantik von West nach Ost zu überqueren ohne in einen ordentlichen Sturm zu geraten. Für dieses Jahr scheint das auf alle Fälle zuzutreffen. Wer von der Karibik direkt zu den Azoren gesegelt ist, den hat es (wie fast jedes Jahr) kurz vor den Azoren erwischt, das war vor drei Tagen. Wir hatten dieses Tief (noch nicht voll entwickelt) südlich passieren lassen.
Auf unserer Route von USA nach Nordfrankreich wurden wir durch die Tiefs der letzten Woche auf die klassische Route über 42 N 50 W gezwungen. Ursprünglich war es geplant die nördlichere Großkreisroute zu segeln. Da das jetzige Sturmtief sich schon vor 4 Tagen angekündigt hat, haben wir einfach unsere Breite gehalten um ihm aus dem Weg zu gehen.
250 sm nördlich von uns (das wäre etwa auf der Grosskreisroute) beträgt die max. Windgeschwindigkeit 53 Knoten (fast 100 Stundenkilometer) und die Maximale Wellenhöhe 10,5 Meter. Wir hier haben knapp 30 Knoten Wind, das geht noch ganz gut, solche Bedingungen hat die Alkyone schon öfters gemeistert.
Viele Grüsse vom aufgewühlten Atlantik
Crew und Schiff wohlauf
Hansi & Werner

28. Mai 2017 / Keine Kommentare

Endlich wieder wärmer

So, das Eis haben wir hinter uns, das Wasser hat seit gestern morgen wieder eine normale Temperatur (15°). Das Wetter allerdings ist nicht so optimal. Gestern fast den ganzen Regen, ab nachmittags kein Wind mehr, also motoren und nachts dann Ankunft des nächsten Tiefs mit viel Regen und spitzem Windwinkel. Heute morgen dann wurde es besser: der Wind drehte auf schräg von achtern und ein paar Stunden kam dann sogar die Sonne raus. Als Bild des Tages sollte hier eigentlich der Thunfisch zu sehen sein, den Werner heute am Haken hatte, aber leider hat er es in letzter Sekunde geschafft sich der Bratpfanne zu entziehen und ist vom Haken gehüpft.
Ansonsten gehts uns gut, Crew und Schiff wohlauf

Hansi & Werner

24. Mai 2017 / Keine Kommentare

Sturmvorbereitung

Gestern hatten wir jetzt das erste Mal auf der Reise richtige „Nordatlantik“-Bedingungen. Wir erreichten bei frischem Wind das Gebiet in dem tags zuvor der Wind noch bei über 35 Knoten Geschwindigkeit eine hohe See mit über 7 m Wellenhöhe aufgebaut hatte. So sehr gemütlich war es nicht aber es lief dafür sehr flott, die Wellenhöhe hatte schon wieder auf knapp 4 m abgenommen.

Schon seit Tagen ist für morgen ein neues Tief angesagt, das uns für ca. einen halben Tag mit 30 kn Wind (7 Bft) eindecken könnte, je nachdem wie dessen genaue Zugbahn verläuft. So haben wir den Zwischenhocheinfluss heute mit einigen Stunden fast kompletter Windstille genutzt und Alkyone sozusagen „sturmfest“ gemacht. Der große Rollklüver wurde komplett abgebaut und auf dem Achter-Deck gestaut, die Sturmfock (eingereffte Schwerwetterfock) wurde klar gemacht usw. Gerade kam der neue Wetterbericht rein und gibt uns die Hoffnung, dass das ganze Starkwindgebiet doch südlich von uns durchzieht, mal sehen ob’s passt. Richtig übel wird dieses Tief zum Glück sowieso erst wenn es weiterzieht Richtung Azoren, da sind wir dann jedoch ein gutes Stück davon entfernt und nicht mehr betroffen.
Wir haben zu diesem Zeitpunkt bereits die 42 N 50 W, das ist der übliche Ansteuerungspunkt südlich der Grandbank vor Neufundland, passiert und setzen von dort Kurs ENE Richtung Irland ab. Es sind dann noch 1750 sm nach Europa.
Es ist nach wie vor sehr kalt, wenngleich jetzt schon zeitweise ein paar kleine Ausläufer des Golfstroms in unsere Kursbahn züngeln und die Wassertemperatur mal für einige Stunden ansteigen lassen (waren schon mal 14°, jetzt sind’s aber schon wieder nur noch 9°). So richtig wärmer (nicht warm!!) wird’s aber erst in paar Tagen.
Crew und Schiff geht es bestens

Hansi & Werner

22. Mai 2017 / Keine Kommentare

Traumhaftes Segelwetter

Traumhaftes Segelwetter, aber saukalt (Wassertempertur 6°) so könnte man die letzten zwei Tage am besten beschreiben. Wir segeln in gebührendem Abstand hinter einem Sturmtief her, vorgestern Nacht war der Winkel etwas spitz, das zog sich auch in den gestrigen Vormittag rein, aber seither haben wir traumhaftes Segelwetter, immer 4-5 Windstärken von der Seite, wolkenlosen Himmel und eine sternenklare Nacht. Das Leben an Bord findet aber fast ausschließlich im Schiff statt, draußen ist es einfach zu kalt. Und das obwohl wir nicht die wirkliche N-Route über Neufundland gewählt haben, sondern über die 42 N 50 W segeln. Der Grund dafür sind einfach die Windverhältnisse und die aktuelle Zugbahn der Tiefs.

An Bord alles bestens, nur die Brotbackmaschine musste wegen eines Lagerschadens einem opertiven Eingriff unterzogen werden und bekam eine neu Lagerbuchse, damit ist auch die Versorgung mit frischem Brot weiter gesichert.

20. Mai 2017 / Keine Kommentare

Frisch geputzt

Gestern Mittag waren wir in Martha’s Vineyard angekommen und haben sofort mit Säuberung des Unterwasserschiffs angefangen. Zwei Tauchgänge später war die Alkyone wieder auf Vordermann und klar zum Start über  den Atlantik. Leider war Crew, vor allem der Taucher Hansi so erschöpft, dass es gestern dann auch keinen Blockeintrag mehr gab. Dafür gabs zu Abendessen köstliche Alkyone-Pizza. Der Start ware bereits am Vormittag auf heute verlegt worden, da wir einem sehr kräftigen Neufundlandtief nicht zu nahe kommen wollte.
Heute morgen ging es dann beim schönsten Segelwetter los über die Nantucket Shoals hinaus auf den Nord-Atlantik. Die Tidenströmungen sind hier teils recht kräftig, da gurgelt es ganz schön.
Schon kurz nach dem Segelsetzen war klar, das Putzen hat sich gelohnt, Alkyone läuft wieder super. Mal sehen wie wir das Wetter erwischen, aber am Schiff liegt’s schon mal nicht, wenn wir zu lange über den Teich brauchen sollten.
Position: 20.5. 00:00 UTC 41°37,1’N 069°07,7’W

23. März 2017 / Keine Kommentare

Savannah

Gestern am frühen Morgen haben wir in Savannah festgemacht. Die berühmte und (wirklich) über alle Maßen geschichtsträchtige Südstaatenmetropole ist wirklich einen Besuch wert.
Zunächst legten wir uns an einen der Schwimmstege am Town Dock, allerdings nur bis wir über das Berthing Fee in Kenntnis gesetzt wurden: 2,75 $ pro Fuss plus Tax also für die Alkyone so um die 165,-€ pro angefangene 24 Stunden. Da haben wir dann doch das Weite gesucht und haben uns direkt ans Town Dock gelegt. Hier am Savannah River ist ja Tide, im Moment bei Springzeit, so knapp 2 Meter Hub, dazu ein wechselnde Strömung mit bis zu 1,5 kn, aber als alte Bretagne-Segler konnte uns das nicht schocken und bisher liegen wir recht gut.
Unser Aufenthalt hier hat ja in erster Linie den Grund einen kernigen Norder durchzulassen. Allerdings hatte ich im Vorfeld schon eine Menge über die Stadt gelesen und dachte, wenn wir schon hier an der US-Küste einkehren müssen, bevor wir um Cap Hatteras herumkommen, dann machen wir das hier und es hat sich wirklich gelohnt, die 18 Seemeilen den Savannah hinaufzufahren.
Wir liegen hier noch flussabwärts des Commercial Ports mit riesigen Container Terminals und die dicken Pötte fahren hier direkt vor unserer Nase vorbei.
Die Wetteraussichten für die nächsten Tage sind gut, so dass wir morgen früh wieder los wollen und es dann eigentlich nonstop bis in die Chesapeake Bay schaffen müssten.

Schöne Grüsse aus dem recht frischen (nachts 7°) aber sonnigen (tagsüber bis 22°) Georgia

Hansi und Markus