Artikel von 31. Oktober 2019

31. Oktober 2019 / Jutta / n/a

Kindergeburtstag in Lombok

       

Jael hatte gestern schon einen stressigen Tag um ihre Einladungen für die anderen vier Schiffe fertig zu bekommen, alle wurden persönlich eingeladen, sogar Magdalena und wir Erwachsenen.
So gab es am Nachmittag viele Kuchen, mindestens ebensoviele Geschenke und zahlreiche Spiele in der Marina. Auch das Plantschen im flachen Wasser genossen fast alle Kinder. Lustigerweise war ein kurzer Regenschauer eines der tollsten Events des Nachmittags – wie angenehm es bei diesen Temperaturen und der Trockenheit ist, wenn es mal kurz regnet. Allerdings wurde es auch dadurch kaum kühler und es war so gut wie windstill. In Australien noch hatten wir gejammert, dass es zu kalt ist, jetzt ist es uns eher zu warm. Nein, man kann es uns schwer recht machen, aber der Bereich, wo wir uns wirklich uneingeschränkt wohlfühlen ist leider relativ klein.
Unsere Kinder hätten auch gerne alle solch einen großen Geburtstag gefeiert, nur Antonia kam in den Genuss einer Feier mit anderen Kinder, sonst waren wir immer alleine unterwegs.
Am Abend gab es noch Leckereien bei einem Buffet und natürlich viele Gelegenheiten für die Erwachsenen zum Quatschen.


30. Oktober 2019 / Jutta / n/a

Zoo in Lombok

       

Am Morgen kam die Polarwind an, somit sind wir vier Schiffe nun wieder komplett an einem Ort versammelt.

Die anderen Schiffe organisierten einen Ausflug in den nahe gelegenen Elefantenpark hier auf Lombok. Beide Juttas, Bernadette und Andi, das Art indonesische AuPair des katalanischen Kats wurden zusammen mit dreizehn Kindern von uns vier Schiffen und dem Katalanischen Schiff (Lena blieb an Bord) in der Marina abgeholt.
In dem Park konnten wir toll viele Tiere bestaunen und sogar viele der Tiere hautnah erleben. Angefangen bei verschiedensten Papageien, Elefanten, die wir füttern durften, verschiedene Affen, Schlangen um den Hals und die kleinen Nilpferde durften wir sogar streicheln. Wenn man sie länger streichelte, dann bildete sich auf ihrer Haut eine Schmierschicht als hätten sie eine Schicht Seife auf der Haut. Wäh!
War ein richtig tolles Erlebnis.
Erschütternd jedoch der Weg zum Park: die Häuser sind fast alle kaputt, es wird heftig gebaut – das Erdbeben von letztem Sommer zeigt immer noch seine Auswirkungen!





29. Oktober 2019 / Jutta / n/a

Ankunft in Lombok

       

Am Vormittag kamen wir auf Lombok vor der Medana Marina an. Die Mirabella war vorgefahren nach Gili Air, aber dort war der Ankerplatz derart unruhig, dass wir beschlossen alle nach Medana zu gehen. Direkt nach uns erreichte auch die Aldivi den Liegeplatz. Da sie keine Google Satellitenfotos haben vertrauten sie uns und ließen sich durch das vorgelagerte Riff leiten, das nicht in der Seekarte verzeichnet ist. Auch das direkt hier in der Bucht befindliche Riff ist nirgends kartiert.
Die Facilities der Marina kann man gegen Begleichung einer Dingi-Fee auch benutzen. Soraya managt hier alles perfekt. Alle Unterlagen aus Kupang wollte sie per Mail als Scans haben, aber leider fehlt uns das Zolldokument. Die vier Exemplare wurden dort einbehalten. Kein Problem meinte sie, hoffentlich stimmt es.
Am Abend trafen wir uns alle an Land. Es gibt hier Radler zum Trinken von lokalen indonesischen Bierproduzenten. Eindeutig zu viele Deutsche in Indonesien. Wobei wir hier keine weiteren Deutschen getroffen haben, Australier sind hier, eine katalanische Familie lebt auf dem Kat neben uns.
Das Abendessen ist lecker und gut, für indonesische Verhältnisse teuer, für uns billig.

28. Oktober 2019 / Jutta / n/a

Seetag Komodo-Lombok

       

Mal wieder ein Tag auf See – gestern Mittag sind wir westlich von Komodo los, morgen früh wollen wir in Lombok ankommen.
Am Abend und in der Nacht sind wir teils ziemlich Richtung Norden gesegelt, da der Wind so weit drehte. Ein glücklicher Zufall, da es dort dann mehr Wind hatte und wir daher doch noch mehr segeln konnten, als wir befürchtet hatten. Leider war die Strömung weiter größtenteils gegen uns und wird laut den Strömungskarten für diese Region noch bis Thailand so bleiben. So ein Mist. Für die Überfahrt von Lombok weiter nach Bali ist das dann eher gut, da uns die Strömung dann in die richtige Richtung schiebt.

Die Fischer sind hier überall unterwegs – teils so klein, dass man sie nicht mal auf dem Radar sieht. Manchmal schreit der Radaralarm und man erkennt hin und wieder einen kleinen Punkt, der dann wieder lange verschwunden ist, und wenn man dann im Dunkeln raus schaut, dann sieht man nichts. Keine Beleuchtung – nix! Und plötzlich tauchen sie dann doch wieder auf, teils ganz knapp neben uns. Oft haben sie einen so lauten Knattermotor, dass wir sie gut hören. Manche sieht man zum Glück deutlich. Trotzdem fragen wir uns wie viele Fischernetze wir wohl aufgewickelt haben? In Lombok muss Hansi wieder tauchen gehen, die Performance zumindest stimmt noch.

27. Oktober 2019 / Jutta / n/a

Weiter Richtung Lombok

       

Nach einem Strandbesuch vor allem für die Kinder der Aldivi und Alkyone und einer größeren Putzaktion des Unterwasserschiffes – unglaublich, wie schnell da schon wieder Bewuchs in großen Mengen dran war – ging es nach dem Mittagessen los Richtung Lombok.
Die Mirabella hat sich schon früher auf den Weg gemacht in der Hoffnung mehr Strömung mitlaufend zu nutzen, so wie es aber später im AIS aussah steckten sie anschließend genauso fest, wie wir. Zwischendurch mussten wir sogar die Maschinen anschmeißen, da wir sonst rückwärts gefahren wären, obwohl wir weiterhin 4 Knoten durch das Wasser in die richtige Richtung segelten.
Aldivi war anfangs vor uns aber an einer Engstelle hatten wir am Rande des Fahrwassers die Nährströmung erwischt und sogar etwas mitlaufende Strömung, während Aldivi auf der Stelle verharrte und nicht weiter kam. So kann’s gehen.
In der Dämmerung spuckte dann ein Vulkan vor uns kleine Wölkchen in den Abendhimmel. Eine tolle Stimmung!

26. Oktober 2019 / Jutta / n/a

Doch noch Insel Kelapa

       

Gleich um acht Uhr morgens haben wir uns alle drei auf den Weg gemacht: erstens wollten wir nicht doch noch von einem Ranger erwischt werden und zweitens wollten wir später südlich der Insel Komodo noch tauchen. Als wir dann gegen Mittag dort ankamen hatte es aber solch eine Strömung, dass wir doch weiterfuhren. Beide Bilder sind mit kaum Wind aufgenommen – man sieht das Wasser sprudeln.

Anna und Andrea hatten auf Mirabella bzw. Aldivi übernachtet und wir hatten vereinbart, dass sie bis zum Tauchplatz auf den andren Schiffen mitfahren konnten. Aber am Tauchplatz war es uns selbst für eine Übergabe zu ungemütlich. Sehr zur Freude der Kids durften sie dann bis zu unserer Ankunft vor der Insel Kelapa mitfahren.

Auf der Alkyone gab es am Nachmittag dann Zimtschnecken und Kaffee und die Kids spielten ausgelassen aber erstaunlich ruhig. Morgen wollen wir alle weiter Richtung Lombok fahren.

 

25. Oktober 2019 / Jutta / n/a

Rinca inklusive Warane

       

Eigentlich hatten wir gar nicht vorgehabt zur Insel Rinca zu fahren, das noch zum Komodo-Nationalpark gehört, sondern wollten auf die Insel ein bisschen weiter westlich fahren, die nicht mehr zum Nationalpark gehört. Zur Nationalparkbehörde hätten wir erst bis in den Norden der Insel Rinca fahren müssen und den Umweg wollten wir uns sparen, zudem wussten wir nicht wie teuer uns der Nationalpark dann tatsächlich kommen würde. Wir sind aber in der späten Nacht dann doch beide wieder eingeschlafen und der Wind hat doch noch einmal gedreht – so standen wir dann vor dem Loch zu dem von den anderen drei Schiffen genannten Ankerplatz. Also sind wir dann im Morgengrauen doch dort eingelaufen. Die Polarwind ist weiter in den Norden gefahren zur „Hauptansiedlung“ hier. Die von ihnen genannten Kosten waren etwa 300.000 Rupie pro Person und Tag.

Wir wussten erst noch nicht was wir machen wollen, ob wir über Nacht bleiben oder doch weiter fahren sollten. Aber es war dann doch so nett mit den andren Schiffen und die Kids waren dann auf allen Schiffen umverteilt. UND: mit einem Mal sah man am Ufer nicht nur Affen rumlaufen, sondern auch noch Warane gemütlich entlangflanieren. Erst einer, dann kamen noch drei weitere. Als wir mit dem Dingi zum Ufer fuhren stellten wir fest, dass sie auch gar nicht scheu sind. Sie kamen neugierig auf uns zu – und wir sind dann lieber wieder rückwärts abgerückt 🙂

Somit hat sich der Programmpunkt für uns alle drei Schiffe perfekt erledigt: freilebende Warane. Cool.

Anna und Andrea durften dann noch auf Mirabella bzw. Aldivi schlafen. Das ist wie zuhause ein offenbar wichtiges Event für die Kids.

24. Oktober 2019 / Alkyone / n/a

Weiter Richtung Komodo

       

Am Vormittag stand erst einmal die Reparatur des Radars auf dem Programm. Zunächst reinigte Hansi den Sensor – leider ohne Erfolg. Das Schmieren des Antriebs brachte dann zum Glück den gewünschten Effekt, für den Moment zumindest. Hoffen wir, dass das Radar weiterhin gut funktioniert. Wir benutzen es ja sehr viel, jede Nacht ab Dämmerung bis zum Morgen und auch tagsüber, wenn wir alle zu müde sind um Ausguck zu halten.

Da es in der Bucht vor Samba weiter kaum Wind hatte holten wir endlich mal wieder die Genua runter und kontrollierten alles. Das Fall schaut immer noch erstaunlich gut aus, aber bei Gelegenheit werden wir es dennoch mal austauschen.

Am späten Vormittag legten wir dann wieder unter Segeln ab Richtung der Insel Kelapa bei Komodo.

 

23. Oktober 2019 / Alkyone / n/a

Ruhepause auf halber Strecke

       

Von Kupang sind wir unter Segel abgelegt und haben seither auch keine Meile unseren Motor gebraucht. Die Nacht über und auch bis morgen am späten Vormittag soll der Wind weniger werden bzw. dann ganz weg sein, daher machen wir eine Pause auf der Insel Sumba und warten dort auf den Wind. Noch läuft es ganz manierlich.

Zudem haben wir bei Dämmerung, als wir das Radar einschalten wollten, dass es jetzt endgültig für heute nicht mehr klappt. Mist. Das heißt also heute richtig Ausguck gehen. Für die finale Ansteuerung haben wir dann unsere Wärmebildkamera. Hoffentlich kann Hansi morgen dann den Fehler oben finden und beheben.

Morgen geht es dann weiter Richtung Komodo.

22. Oktober 2019 / Jutta / n/a

Abschied von Kupang

       

Heute mittag hieß es schon wieder Abschied nehmen, zunächst mal von Kupang, die andren Schiffe wollen uns morgen in Richtung Komodo und Lombok folgen.

Kupang war schön und interessant, vor allem, da es nicht so touristisch ist, das wird in Lombok und Bali sicher ganz anders sein und auch in all den Orten, in die wir in Südostasien noch sein werden. Das geschäftige Treiben in den Straßen, am Straßenrand, egal ob unter tags oder am Abend. Der häufige Ruf des Muezzins von mitten in der Nacht bis zum Abend – alles Dinge, die die Kinder nicht kennen und auf sie schon auch befremdlich wirkt, vor allem natürlich die Reaktion der Einheimischen beim Anblick von uns „Langnasen“.
Dennoch fällt uns der Abschied von Kupang nicht so schwer – so ruhig, wie auf dem Foto war es nur am Morgen und am Abend, nachts und vor allem tagsüber war es zum Teil extrem unruhig.

Es war sehr schön mit den andren Schiffen, für jedes Alter war jemand da. Anna freute sich vor allem über die Kinder der Mirabella – endlich noch einmal zwei jüngere Mädels, die mit ihr spielen. Tobias freute sich über das Wiedersehen mit Theo und die anderen Mädels haben ja die Polarwind-Antonia und Alexa.

Hansi musste noch einmal hoch in den Mast um das gestern begonnen Projekt mit der Antenne zu beenden. Unser Funkgerät muckt ja schon länger, Hansi hatte die korrodierten Lötstellen innen gereinigt und es hatte nicht den gewünschten Erfolg. So hatte Hansi in Cairns ein neues Funkgerät gekauft, das aber auch nicht wirklich besser war. Als er die Antenne oben barg war klar, dass es doch an ihr lag: die Kontakte waren korrodiert und der Stab mit Wasser gefüllt. Nun haben wir als Provisorium eine Antenne aus Schweißdraht oben und zum Glück machen die ersten Tests einen guten Eindruck.

Ob wir nun noch nach Komodo fahren steht noch nicht endgültig fest. Wir haben für uns beschlossen, dass uns die Informationen zu den Eintrittsgebühren für den Park zu hoch sind, sollten die detailliertesten Informationen, die wir finden konnten (www.floreskomodoexpedition.com/komodo-national-park-entrance-fee) tatsächlich stimmen: das wären bis zu etwa 165€ pro Tag (kein Rabatt für Kinder) und dann hätten wir noch nichts dort unternommen. Weitere Kosten für Schnorcheln oder Landgänge. Die Anderen wollen das mal vor Ort auskundschaften, sollte es doch die Gebühr nicht pro Tag sein, dann können wir immer noch nochmal rüber kommen. Wir fahren erste einmal die Insel Kelapa an.