Artikel von 30. September 2018

30. September 2018 / Jutta / n/a

Die Rollergang in Cadíz

       

Wie geplant blieben wir noch einen weiteren Tag in Cadiz, nutzen seit ewigen Zeiten mal wieder ein funktionierendes Internet. Leider haben wir nur einen Zugang für alle, also ist der Code heißbegehrt. Nebenbei läuft eine Fuhre Wäsche nach der anderen, bei dem Wind trocknet auch alles wunderbar. Morgen soll der Wind aus der richtigen Richtung kommen, den wir dann auch nutzen wollen um nach Gibraltar zu kommen.

Am Nachmittag fuhren wir wieder mit vier Rollern bewaffnet in die Stadt. Ohne Roller undenkbar mit den Kids bis in die Stadt zu laufen – und wieder zurück. Zuhause sind alle den Anblick und vor allem das Geräusch der vorbeischeppernden Roller gewohnt. Hier ist das nicht der Fall. Die Leute drehen sich um, gehen schnell aus dem Weg. Teils kommen sie aus den Häusern raus um zu schauen, was da denn los sei. Hat aber auch seine Vorteile: freie Fahrt für die Rollergang 🙂

Cadiz hat uns sehr gut gefallen. Vielleicht waren wir in den „falschen“ Gegenden, aber wo wir waren waren die Häuser schön rausgeputzt, wurde renoviert, war alles sauber. Nicht so verfallen, wie Lissabon oder Porto. Ja, die Hafengegend hat absolut keinen Schönheitspreis verdient, aber das ist ja fast in jeder Stadt so.

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29. September 2018 / Jutta / n/a

Cádiz

Um vier Uhr morgens Ortszeit, jetzt ja wieder kurz die spanische Zeit, legten wir in Cádiz im Puerto América an.
Heute war großer Putz- und Waschtag angesagt. Normalerweise wird die Alkyone ja regelmäßig nach den Törns schön gemacht, so staut es sich dann doch auf. Ist schon schön so ein schön sauberes Schiff 🙂
Als Belohnung ging es dann in die Stadt. Da die Marina außen auf der Halbinsel liegt, war es wirklich sehr sinnvoll die Räder und Roller aus dem Kubanerkeller zu holen. Die Metrokiste wurde wieder im Supermarkt vollgepackt und wir haben sogar eine richtig gute Eisdiele entdeckt.

28. September 2018 / Jutta / n/a

Brigo

       

Nach Tagen in der Lagune von Faro war heute Abschied angesagt. Die Kinder spielten am Vormittag noch einmal eine Stunde mit den anderen Kindern am Strand. Der Abschied fiel ihnen sichtlich schwer. Daher wurde nach dem Ankerlichten deren Schiff noch einmal umrundet. Wir hoffen, dass wir sie nach unserem Trip nach Gibraltar noch einmal im Río Guardiana treffen.

Direkt hinter dem Eingang bei Culatra umrundeten wir noch die Brigo, den Vorgänger der Alkyone. Brigo kam aus Sevilla und wir werden sie in Vilamoura vor deren Abreise wohl auch nochmal treffen und besser reden können, als bei der Umrundung in der Strömung.

Der Schlag nach Cadíz war leider segeltechnisch nicht so erfolgreich. Der Wind ein bisschen zu wenig, die Dünung auch noch so dagegen, so dass uns die Wellen immer auf 2 Knoten einbremsten. So sind wir dann größtenteils motort.

27. September 2018 / Jutta / n/a

Strandtag

       

Der Wetterbericht hatte schon wieder Recht: heute früh ließ der Wind nach. Der Versorgungstrupp machte sich per Beiboot wieder einmal auf den Weg und kam vollgepackt von Olhão zurück. Eine Tasche voll leckerem Fisch des dortigen Fischmarktes – unser Gefrierfach ist nun wieder gut gefüllt. Sogar Antonia hat am Abend der Fisch geschmeckt, sonst bevorzugte sie bisher den Fisch in Quaderform und hätte am liebsten eine Fischallergie vorgetäuscht. Somit ist der Pazifik fast gerettet, wenn es fast ausschließlich Fisch geben wird.

Nachdem wir morgen fahren und somit nur noch der heutige Tag richtig zur Verfügung steht, wurde heute der Schulunterricht etwas gekürzt und mit den Kindern der anderen deutschen Familie ausgiebig am Strand getobt.

Bei Niedrigwasser liegt der Strand fast neben der Alkyone, ohne viele Leute, wie an der Playa da Rocha. Bei Hochwasser dafür ist kaum Strand vorhanden. Aber wir sind fast alleine. Alleine mit den Kindern der anderen deutschen Familie.

Tobias hat gefallen daran gefunden mit deren vierjährigem Sohn Sandgebilde zu bauen, Fritjof freut sich. Die Mädels sind sowieso glücklich mit den anderen beiden Mädels. Was sie nicht alles aus den Dünen an sogenannten Schätzen hervorzauberten und in ihre Sandbauwerke verarbeiteten. Anschließend wurden alle Schätze hoch genug vor der Flut in den Dünen verstaut, damit sie morgen wieder zur Verfügung stehen können, wenn wir noch einmal kurz vor unserer Abreise zum Spielen kommen können.
Auch die SUPs waren wieder mehrfach im Einsatz, zum Einen zu ihrem eigentlichem Zwecke, aber auch als Flüchtlingsboot und zum gemeinsamen Rumtoben in Ufernähe sind sie bestens geeignet.

Neben unserem Schiff liegt die Marlin. Hansi hatte deren Vorgängerschiff, die Iron Lady in Patagonien 2010/2011 bereits getroffen, als sie mit ihren beiden Mädels im Alter von Antonia und Andrea dort segelten. Jetzt reist aber nur der Eigner mit zahlender Crew über den Atlantik und bereitet gerade die nächste Reise vor.

 

26. September 2018 / Jutta / n/a

Es pfeift

       

Der Wetterbericht hatte mal wieder Recht: es pfeift, seit heute Nacht schon, mit bis zu 25 Knoten. Wir liegen aber sicher vor Anker in der Lagune von Faro direkt hinter den Sanddünen. Da Baden und SUPen heute ja ausfällt, steht dafür wieder ein längerer Schultag an und es fällt allen nicht schwer. Langeweile hat seine Vorteile. Die Fahrt zum Fischmarkt von Olhão musste auf morgen verschoben werden, was uns zwar auch gestern schon klar war, aber irgendwie misstrauen wir dem Wetterbericht dann doch ein wenig.

Die Mädels hofften sehr auf Besuch der anderen deutschen Familie. Tobias und Hansi fuhren auch kurz rüber, aber irgendwie ergab es sich dann doch heute nicht. Wir bleiben ja noch bis Freitag hier, also haben sie noch mehr Gelegenheiten dazu. Und morgen soll der Wind auch wieder weg sein.

25. September 2018 / Jutta / n/a

Lagune von Faro

       

Wir liegen immer noch in der Lagune von Faro bzw. Olhão, wollen auch bis Freitag nicht weg. Morgen soll viel Wind kommen. Der heutige Tag wurde noch einmal ausgiebig zum Baden und Toben genutzt.
Am Nachmittag besuchte uns die andere deutsche Familie zu frisch gebackenen Mohnschnecken, die, wie wir feststellten, nichts taugen, da sie eine derart kurze Haltbarkeit haben 🙂 Die Kinder spielten glücklich mit Lego, die Erwachsenen genossen den Erfahrungsaustausch.

Vor Sonnenuntergang brachen Tobias und Jutta mit den SUPs auf und erkundeten die nahe gelegene Bucht. Das „Geisterschiff“ an deren Ende hatte es uns angetan, aber es flößte uns auch etwas Angst ein. Daneben ein Frack, von dem bei Niedrigwasser nur noch ein kleiner Teil des Rumpfes aus dem Wasser ragte. Den Fotoapparat hatten wir aber an Bord vergessen.

 

24. September 2018 / Jutta / n/a

Fahrtensegler

       

Gestern hatten wir gleich im großen Ankerfeld vor Culatra geankert. Direkt in der Einflugschneise zum Flughafen von Faro, dennoch eine Erleichterung für die Ohren. Wie angenehm Fluglärm doch sein kann, wenn man vorher fast in der Disco war…
Heute haben wir uns ein gutes Stück weiter in die Bucht hinein verlegt. Und kurz nachdem der Anker ins Wasser gefallen war, kam schon eine andere deutsche Familie mit ihren zwei SUPBoards und ihren drei Kindern im Alter von 4, 6 und 8 Jahren zu uns gepaddelt. Die wollen auch nach Gibraltar und dann über den Atlantik und weiter in den Pazifik, wenn sie auch kein solch festes Zeitfenster haben, wie wir, sondern in Deutschland alle Zelte abgebrochen haben. Dahinter liegt das Feltz-Schiff der (Schwieger-)Eltern. Wollen uns morgen wieder treffen zum Spielen und Ratschn.

23. September 2018 / Jutta / n/a

Bucht von Faro

Wir sind geflüchtet 😉
Es war uns allen zu laut. Also sind wir von Portimão Richtung Osten weitergefahren. Ohne den vorhergesagten Wind leider, aber unser Groß war dann leider eh unklar: die Regulierleine war gerissen. Hansi schaffte es dann unterwegs diese soweit zu reparieren. Einen Zwischenstopp in Vilamoura schlugen wir uns bei den aktuellen Preisen schnell wieder aus dem Kopf, kostet jetzt im September fast das dreifache, wie dann im Oktober.

Die Einfahrt hier hatte satte Stromschnellen: „der Eisbach ist ein Witz dagegen“, meinte Hansi. Alkyone schwankte von einer Seite zur anderen, aber nach einigen Metern war es dann geschafft.

Nun liegen wir vor Olhão vor Anker und werden hier den Wind, der für Mittwoch vorhergesagt ist, abwarten.

22. September 2018 / Jutta / n/a

Portimão

       

Ein Badetag in Portimão an der bekannten Praia da Rocha musste sein. Die Kindet genossen aber auch das Baden und SUPen rund ums Schiff.

Da wir weiter beschallt werden, von 12 Uhr mittags bis Mitternacht, geht es morgen recht freiwillig weiter!

Geplant ist langsam Richtung Gibraltar (Tanken und Affen) zu fahren und in gut zwei Wochen müssen wir in Vilamoura zurück sein, wo uns unser ehemaliges Aupair Angélica besuchen kommt und Hansi ein paar Tage nach Hause fliegt.

21. September 2018 / Jutta / n/a

Um‘s Eck in die Algarve

       

Ausnahmsweise war mal früh aufstehen angesagt und wir liefen noch vor dem Frühstück aus.

Laut Logbuch haben wir bereits nach dem Auslaufen die ersten 1000 Meilen unserer Reise geschafft.

Gegen Abend lag das Cabo de São Vicente querab (Foto) mit danach doch deutlich mehr Wind (gute 7 Beaufort), als den Tag über und als erwartet. Mit Vollzeug doch deutlich zu viel, sobald wir dann unsere Segelfläche minimiert hatten, war, wie meist, der Wind weg. Nach ner halben Stunde ging es aber wieder gut unter Segeln weiter, wenn auch mit 1,5 Knoten Gegenströmung.

Vor Lagos hörte man schon auf See die Bässe der Beschallung von Potimão. Um halb zwölf fiel in Portimão der Anker und zum Glück hörte die akustische Umweltverschmutzung um Mitternacht auf.

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