26. Februar 2020 / Alkyone / n/a

Uligan – Dschibuti 5. Seetag

       

So viele Tage hintereinander auf See können ganz schön langweilig sein, aber wenn Herbert dabei ist kommt sogar nicht mal die Frage von den Kindern, ob sie einen Film schauen dürfen. Es wird ausgiebig gespielt: nicht nur die Kartenspiele, die wir dabei haben, sondern auch Berufe raten, sogar welches Obst bin ich? Herbert muss sich richtiggehend seine Verschnaufpausen einfordern. Auch für Lena ist er ein toller Opa-Ersatz. Ein Foto hatten wir ja erst im Blog, bei zu vielen würde sicher der echte Opa neidisch werden.

Und jeden Abend, teils auch als „Nachtisch“ vom Mittagessen gibt es ein Kapitel Harry Potter von Hansi vorgelesen. Heute musste schon das zweite Buch begonnen werden.

Tagsüber hat uns der Wind einige Stunden verlassen und wir motorten ein Stück. Zum Glück haben wir so große Dieselvorräte, dass wir da nicht das Rechnen anfangen müssen. Zuvor hatten wir unseren schon dreimal reparierten Spi gesetzt, aber nach 5 Minuten war er dann endgültig kaputt: schon wieder gerissen. Das Tuch ist inzwischen einfach zu mürbe. Das Rote Meer hoch brauchen wir aber eh keinen Spi, das ist alles gegenan. Nur bis Dschibuti hätte er uns noch gute Dienste leisten können. Immerhin noch besser einen kaputten Spi zu haben, als wie Aldivi eine nicht mehr reparierbare Genua. Die war ihnen auf den Weg nach Uligan gerissen, nichts mehr zu machen. Ein neues Segel kommt nach Israel! Wir jammern also auf hohen Niveau!

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